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Dorfhaus Kerlingen wird nun doch finanziert

Gemeinderat Wallerfangen : Dorfhaus Kerlingen wird nun finanziert

Seit 2015 bauen Helfer das alte Clubheim eigenhändig um. Nun hat die Gemeinde Wallerfangen endlich Geld zugesagt.

Seit 2015 will der Ortsinteressenverein (OIV) Kerlingen, der vor allem zu diesem Zweck gegründet wurde, das leerstehende Clubheim des ehemaligen Fußballvereins am Ortsrand eigenhändig zum Dorfgemeinschaftshaus umbauen (die SZ berichtete mehrfach). Doch nachdem die ersten Räum- und Vorarbeiten mit vielen Helfern geschafft waren, verhängte die Gemeinde Wallerfangen einen Baustopp. Erst im Oktober 2018 durfte der OIV offiziell weiterbauen, gut drei Jahre nach Beginn der Sanierung.

Die lange Wartezeit nutzte der OIV, um Geld zu sammeln: Mit Veranstaltungen wie dem Oktoberfest oder Dorffest in Kerlingen beschaffte der Verein schon über 20 000 Euro für sein Projekt.

Über 90 Mitglieder engagieren sich dafür, viele packen selbst mit an, um einen Treffpunkt für Vereine und die Dorfgemeinschaft zu bauen. Insgesamt rund 50 000 Euro sollte der Umbau kosten – davon sind 95 Prozent Materialkosten. Der Verein hat sich verpflichtet, alle Arbeiten selbst zu stemmen.

Seit 2015 beantragt der Ortsrat jedes Jahr finanzielle Unterstützung für den Umbau, doch im Gemeindehaushalt war diese bisher nicht vorgesehen. Von Seiten der Verwaltung hieß es stets, finanzielle Unterstützung sei nicht möglich, da der Umbau eine Freiwillige Leistung ist, die im genehmigungspflichtigen Haushalt nicht mehr abgebildet werden können.

Doch für das Jahr 2020 dürfen sich die Kerlinger und ihr OIV nun konkrete Hoffnungen machen: Einstimmig entschied der Gemeinderat Wallerfangen nun, dass Geld für den Umbau im Haushalt 2020 eingestellt werden soll; zur Finanzierung sollen Haushaltsreste umgewidmet werden. „Die Gemeinde wird nun einsteigen“, erklärte Bürgermeister Horst Trenz; die Verwaltung befürworte den Umbau, „der mit sehr viel ehrenamtlichen Engagement“ erfolge. Die Unterstützung ist allerdings gekoppelt an die Bedingung, dass eine Förderung des Umbaus durch das Umweltministerium erfolgt; diese wurde im Oktober erneut beantragt, und wie Trenz erklärte, auch mündlich zugesagt. Josef Rath, CDU, der selbst im OIV Kerlingen mitarbeitet, ergänzte dazu: „Heizung, Fenster etcetera wird von den Helfern selbst eingebaut, wir brauchen nur das Material.“