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Dillinger Schüler planen ihre eigene Mensa

Dillinger Schüler planen ihre eigene Mensa

Dillingen. Die gemeinsame Mensa für drei weiterführende Schulen in Dillingen nimmt langsam Gestalt an. Gestern haben Schüler der beteiligten Schulen ihr Modell vorgestellt, das sie im Rahmen des Schulentwicklungsprogramms "Gemeinsam Schule gestalten" erstellt haben. Dieses Modell wird nun von den Architekten und den ausführenden Firmen als Grundlage für den Neubau verwendet

Dillingen. Die gemeinsame Mensa für drei weiterführende Schulen in Dillingen nimmt langsam Gestalt an. Gestern haben Schüler der beteiligten Schulen ihr Modell vorgestellt, das sie im Rahmen des Schulentwicklungsprogramms "Gemeinsam Schule gestalten" erstellt haben.

Dieses Modell wird nun von den Architekten und den ausführenden Firmen als Grundlage für den Neubau verwendet. "Wir machen das öfter so", sagt Natalie Sadik vom Amt für Schulen, Kultur und Sport, die das Projekt für den Landkreis Saarlouis betreut. "Die Schülerinnen und Schüler sollen in einer Art Zukunftswerkstatt die Dinge, die sie selbst nutzen, auch mit entwerfen können. Und diese Entwürfe werden sehr oft fast eins zu eins umgesetzt."

Seit März dieses Jahres haben 35 Schülerinnen und Schüler der drei Schulen in enger Absprache mit dem Architekten und dem Bauamt an dem Modell gearbeitet, dabei ihre Wünsche eingebracht und sie in einem Rahmen abgesteckt, der finanzierbar bleibt. "Man muss dabei beachten, dass es sich hier um Kinder und junge Erwachsene im Alter zwischen elf und 22 Jahren handelt", sagt Sadik. "Es ist eine starke Leistung, die Wünsche und Bedürfnisse so unterschiedlicher Altersgruppen unter einen Hut zu bekommen."

Insgesamt kommen die Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule (SSG), das Technisch-Gewerbliche Berufsbildungszentrum (TGBBZ) sowie das Technisch-Wissenschaftliche Gymnasium Dillingen (TWG) am Standort Wallerfanger Straße auf über 2000 Schüler. Die Mensa ist so konzipiert, dass etwa 200 Schüler gleichzeitig darin einen Sitzplatz finden. Der Neubau wird nach Angaben von Landrat Patrik Lauer knapp zwei Millionen Euro kosten. "Aber das ist gut angelegtes Geld, wenn wir den Schulstandort Dillingen zukunftssicher machen wollen", ist er sich sicher.

Die neue Mensa soll nicht nur ein Ort werden, an dem sich die Schüler gerne aufhalten - sie wird auch das Ernährungsprogramm des Landkreises umsetzen. Frische, gesunde und schmackhafte Kost soll angeboten werden.

Baubeginn ist nach Angaben von Bauamtsleiter Hermann Hennrich bereits in diesem Monat. Die Hochbauten sollen dann im Frühjahr beginnen. Hennrich: "Unser Zeitplan sieht vor, dass wir im Dezember 2013 die Arbeiten abgeschlossen haben."

Meinung

Partizipation

öffnet Türen

Von SZ-Redakteur

Sascha Sprenger

Wer die Betroffenen in eine Planung mit einbezieht, ihre Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigt, der hat schon etwas richtig gemacht. Er sorgt damit dafür, dass viele Probleme gar nicht erst entstehen. An der Akzeptanz wird es nicht mangeln, im Fall der Dillinger Mensa werden es die Schülerinnen und Schüler dem Landkreis danken, dass er sie ernst genommen hat.

 Die Schülerinnen und Schüler der SSG, des TWG und des TGBBZ stellen Landrat Lauer ihr Modell der neuen Mensa vor. Foto: Seeber
Die Schülerinnen und Schüler der SSG, des TWG und des TGBBZ stellen Landrat Lauer ihr Modell der neuen Mensa vor. Foto: Seeber

Bleibt die Frage, warum Politiker zu oft auf die Partizipation derer verzichten, die eine Entscheidung angeht. Die Dillinger Schüler haben es vorgemacht: Ihre konstruktive Mitarbeit hat zu einem Ergebnis geführt, mit dem alle Beteiligten gut leben können. Bitte mehr davon!