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Die raffinierten Tragschrauber fliegen auch in Düren

Die raffinierten Tragschrauber fliegen auch in Düren

Ein Motor, etwas Wind, und schon schafft es der kleine Bruder des Hubschraubers, der Tragschrauber, auf in die Lüfte. Mit einem solchen Tragschrauber schraubt sich Klaus-Otto Geissel vom Flugplatz Düren aus in die Luft.

Der Unterschied zu einem Hubschrauber sei die Eigenschaft des Traghubschraubers: Sollte der Motor einmal ausfallen, könnten ihn durch den Aufwind angetriebene Rotorblätter in der Luft zu halten.

Tragschrauber haben in Düren eine Heimat gefunden, erklärt Geissel. Der Vorteil der neuen Tragschrauber-Generation seit 2011 sei, dass auch bei schlechtem, kalten Wetter geflogen werden könne, und der direkte Kontakt zum Piloten. Mit dem Tragschrauber Rotax 914 Turbo mit 115 PS und einer 1600-ccm-Maschine findet der Start ähnlich wie bei einem Kleinflugzeug statt. Der Motor wird auf dem Rollfeld auf Touren gebracht, die hinteren Propeller geben den Anschub und bringen die Rotorblätter in Schwung, und der Start erfolgt. Sind die Rotorblätter in einer bestimmten Umdrehung, werden diese vom Propeller ausgekoppelt und durch den Wind in Eigendynamik angetrieben - es kann bis zu 200 Stundenkilometer schnell werden. Klaus-Otto Geissel hat sich mit dem Tragschrauber einen Traum erfüllt. Er ist mit seinem Fluggerät auch tätig für einen großen Stromerzeuger. Mit dessen Mitarbeitern kontrolliert er Hochspannungsleitungen und deren Beschaffenheit - wenn er nicht gerade Rundflüge macht.