Die Leichtigkeit der Kunst

Gisingen. Vor über 15 Jahren belegte sie in der Malschule Schwalbach erste Kurse in Aquarell und Zeichnen. Elke Reus ist fasziniert von der Malerei, die heute weit über ein Hobby hinaus geht. Derzeit zeigt sie im Haus Saargau in Gisingen unter dem Motto "Von Innen nach Außen" mit großformatigen Acrylbildern einen Auszug ihrer vielfältigen Arbeit

Gisingen. Vor über 15 Jahren belegte sie in der Malschule Schwalbach erste Kurse in Aquarell und Zeichnen. Elke Reus ist fasziniert von der Malerei, die heute weit über ein Hobby hinaus geht. Derzeit zeigt sie im Haus Saargau in Gisingen unter dem Motto "Von Innen nach Außen" mit großformatigen Acrylbildern einen Auszug ihrer vielfältigen Arbeit. Mit dabei ist Chantal Marx, die sich dem Erdmaterial Ton verschrieben hat. Von ihr sind verschiedene Keramiken zu sehen, die gemeinsam in der Ausstellung mit den Acrylarbeiten von Reus ein harmonisches Bild abgeben.Elke Reus wurde in Unterfranken geboren und lebt seit 1974 im Saarland, davon seit 22 Jahren in Wadgassen. Von Beruf ist sie Physiotherapeutin mit eigener Praxis in Saarlouis. "Mit der Malerei schaffte sie sich vor über 20 Jahren ein weiteres wichtiges Element in ihrem Leben", sagte die freischaffende Künstlerin Stefanie Weber in ihrer Laudatio zur Ausstellungseröffnung.

Anfänglich beschäftigte Reus sich intensiv mit der Aquarellmalerei, daraus entwickelte sich ein Experimentieren mit Drucken, verschiedenen Maltechniken bis hin zu einem eigenen Stil in der Acrylmalerei. Das Zusammenspiel mit intensiven Farben stellt für die Künstlerin dabei immer wieder spannende Herausforderungen dar. Ihre Arbeiten lassen oftmals die Liebe zur Natur erkennen. "Wer ihr beim Arbeiten zusieht, stellt fest, dass diese Art der Malerei kein Spaziergang ist. Sie arbeitet hart, kämpft regelrecht mit der Leinwand, dreht und verändert, ergänzt und übermalt, bis ihr Innerstes zufriedengestellt ist", erklärte Weber. Leicht und mühelos, "wie hingehaucht" wirkten dabei am Ende die überwiegende Zahl ihrer Bilder.

Leicht und unbekümmert wirken auch viele Keramiken von Chantal Marx auf den Betrachter. Die Künstlerin lebt in Falscheid, absolvierte ein Grafikstudium, ein Zusatzstudium in Illustration, arbeitete danach bis 1988 in einem Filmstudio in Brüssel. Seit 1985 widmet sich die heute 47-Jährige der Bildhauerei und der Schaffung von Keramiken. Ihre Schwerpunkte liegen in Skulpturen, Keramikobjekten und Gefäßen. Als naturverbundener Mensch liebt sie den Ton, und mit diesem Material schafft sie ihre Arbeiten. "Der Ton bietet mir viele Möglichkeiten der Gestaltung", erklärte Marx. Die Natur ist oftmals auch die Quelle ihrer Inspiration. "Ich träume davon, die Natur doch noch retten zu können, wünschte mir, dass man liebevoller mit ihr umgeht", sagte sie. Ihre Arbeiten sind nach keinem starren und beharrlichen Schema kreiert.

Mit Reus verbindet sie seit einigen Jahren eine Freundschaft. Ihre gemeinsame Ausstellung ist bis Sonntag, 20. Februar, im Haus Saargau in Gisingen zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag und Mittwoch von 14 bis 17 Uhr, am Donnerstag und Freitag von zehn bis zwölf Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zur Finissage am Sonntag, 20. Februar, um 15.30 Uhr wird Martina Merks aus dem Buch "Unsere Zeit braucht neuen Atem" lesen.