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Die Fastnacht fordert viel von der Polizei

Die Fastnacht fordert viel von der Polizei

Kreis Saarlouis. Die Hochzeit der fünften Jahreszeit ist nicht nur Hochkonjunktur für die Karnevalisten im Land. Während die Faasendboozen ausgelassen in den Hallen und auf den Straßen feiern, sorgt im Hintergrund die Polizei dafür, dass sie das auch mit einer gewissen Sicherheit tun können

Kreis Saarlouis. Die Hochzeit der fünften Jahreszeit ist nicht nur Hochkonjunktur für die Karnevalisten im Land. Während die Faasendboozen ausgelassen in den Hallen und auf den Straßen feiern, sorgt im Hintergrund die Polizei dafür, dass sie das auch mit einer gewissen Sicherheit tun können. Keine besonderen Vorkommnisse, lediglich der ganz normale Zustand, meldet Polizeirat Wolfgang Müller. Die Beamten sind mit erhöhtem Einsatz unterwegs, während die Saalfaasend fast überall bereits gelaufen ist, richtet sich das Augenmerk nun auf den Straßenkarneval.

Bereits am Wochenende und bis einschließlich Faasenddienstag sind im Landkreis Saarlouis fast 20 Gaudiwürmer unterwegs, mal größere mal kleinere, alle gilt es jedoch abzusichern und während der Zeit des Umzuges regeln die Beamten den Straßenverkehr. "Da versuchen wir die Einschränkung für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten", erklärt Müller. Die Beamten regeln den Verkehr und sorgen beim Umzug für Sicherheit und da gibt es auch kaum Probleme. Was Müller jedoch Sorgen bereitet, sind die stetig steigenden Exzesse bei und nach den Umzügen, wenn Faasendboozen - besonders Jugendliche - ihren Alkoholrausch gewaltsam ausleben. Vandalismus und Schlägereien stehen dabei auf der Tagesordnung.

Ausnahmezustände gibt es turnusgemäß an Fetten Donnerstag in Saarwellingen. "Aber auch in Wallerfangen sind wir in erhöhter Einsatzbereitschaft", sagt Müller. Wobei der Polizeirat die Bilanz vom Greesentag in Saarwellingen trotz fünf größeren Schlägereien positiv kommentiert: "Der Greesentag ist aus unserer Sicht so gut gelaufen wie selten zuvor." Absolute Ausfälle habe es nicht gegeben.

Der Schwerpunkt der Polizeiarbeit, besonders in der närrischen Zeit, liegt bei den Verkehrskontrollen. Hier haben die Beamten in der Vorfaschingszeit im Landkreis Saarlouis 1381 Kontrollen bei Verkehrsteilnehmer durchgeführt, 195 Alkoholtests gemacht, fünf Autofahrer haben ihr Fahrzeug freiwillig stehen lassen. 16 Drogentests haben die Beamten angeordnet, dazu 14 Bluttests. Im Landkreis Saarlouis sind bisher neun Führerscheine einkassiert worden. hth

Eine Aufgabe ist die Sicherung des Umzuges. Foto: Heike Theobald