"Das erste Jahr gut überstanden"

Nalbach. Alte Bäume verpflanzt man nicht, sagt der Volksmund. Die Gemeinde Nalbach allerdings ging im November 2011 das Risiko ein und versetzte zwei Bäume. Der Umzug erfolgte mit einem speziellen Transporter von der ehemaligen Grundschule in Körprich zur Grundschule Nalbach.So richtig alt waren diese Bäume auch nicht, eher im besten Alter

Nalbach. Alte Bäume verpflanzt man nicht, sagt der Volksmund. Die Gemeinde Nalbach allerdings ging im November 2011 das Risiko ein und versetzte zwei Bäume. Der Umzug erfolgte mit einem speziellen Transporter von der ehemaligen Grundschule in Körprich zur Grundschule Nalbach.

So richtig alt waren diese Bäume auch nicht, eher im besten Alter. Damit bestanden gute Chancen, dass sie am neuen Standort wieder anwachsen würden. Anderenfalls wären sie gefällt worden. Denn wo sie früher einmal gestanden hatten, liegt künftig die Spielfläche der neuen Kindertagesstätte Körprich.

Eine hydraulisch betriebene stählerne Halbkugel mit drei Metern Durchmesser grub sich vor etwas mehr als einem Jahr frühmorgens in die Erde.

Durch die dicke Grasnarbe bis in die sandige Erde darunter schob sich der Stahl von beiden Seiten unter den mächtigen Wurzelballen. Dann wurde der Baum mit etwa 6,5 Kubikmeter Material behutsam angehoben und schräg auf die Ladefläche gezogen.

Durch Körprich, Bilsdorf und Nalbach rollte der Transport jeweils mit einer Kastanie und einer Linde zur Nalbacher Grundschule. Dort waren bereits tiefe Mulden für die Umzügler angelegt. Rund 8000 Euro kostete diese Umpflanzung. Neue Bäume in der jetzigen Größenordnung hätten zehntausende von Euro gekostet, teilte die Gemeindeverwaltung mit. Weitere 2500 Euro hatte eine neue Platane gekostet, die zusätzlich gepflanzt wurde.

Alle drei Bäume spenden mehr Schatten für die Grundschulkinder in Nalbach.

Die Bäume seien erstaunlich gut angewachsen, sagte kürzlich Martin Wörner auf Anfrage, zuständig für den Nalbacher Umweltbereich. "Das erste Jahr haben sie gut überstanden. Wir hoffen, dass es so weitergeht." "Wir hoffen, dass es so weitergeht."

Martin Wörner, Gemeinde Nalbach