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Bürger wollen bei Kitaausbau mitreden

Bürger wollen bei Kitaausbau mitreden

Ein lokales Bündnis sieht die Bürgerinteressen bei den Überlegungen zum Bau von Kinderkrippe und Kindergarten in Wallerfangen zu wenig berücksichtigt.

"Wenn man nach fünf Jahren Krippenbau noch immer keine Krippe hat, ist das nicht zufriedenstellend." Mit diesem Ansatz möchte sich das "Lokale Bündnis für Familie" in Wallerfangen an den Überlegungen für die neue Kinderkrippe und den Kindergarten beteiligen. Als Vertreter "betroffener Eltern", sagte das Dr. Stefan Stein, als eine kleine Abordnung Bürgermeister Günter Zahn eine Resolution übergab. Diese sei von bislang rund 200 Personen unterschrieben. Darin werden "die Verantwortlichen zu einem Dialog auf Augenhöhe" eingeladen.

Ziel sei eine tragfähige "Lösung zum Wohle der Familien und Kinder in Wallerfangen" und "jenseits parteipolitischer Interessen". "Es geht ja auch um die Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger", stellte Stein gegenüber der SZ fest. Das sei so bei der nicht nutzbaren neuen Kinderkrippe, beim maroden und von Schimmel befallenen Kindergarten, wie auch bei der inzwischen recht teuer gewordenen Brandschutztreppe in der Freiwilligen Ganztagsbetreuung.

Zu den Forderungen des Bündnisses gehört der möglichst schnelle Umzug der Nachmittagsbetreuung der Wallerfanger Grundschule. Und zwar raus aus der Container-Lösung und rein in "kindgerechte Gebäude mit annehmbaren sanitären Einrichtungen".

Ebenso ein baldiges "gerichtsfestes Beweisverfahren zur Dokumentation der Schadstoffbelastung" in der nicht nutzbaren Kinderkrippe. Dieses Gelände soll für ein Funktionsgebäude der Grundschule genutzt werden, abends könne es für Vereine verfügbar sein. Krippe und Kindergarten favorisiert das Bündnis am Standort des Kindergartens "St. Katharina". "Unter einem Dach und unter dem kirchlichen Träger". Die Resolution und die Kritik des Bündnisses an mangelhafter Kommunikation nahm Bürgermeister Zahn im Sitzungssaal des Rathauses entgegen. "Ich setze mich gerne mit ihnen zusammen", versicherte er, "aber ich weiß nicht, wie der Gemeinderat entscheidet." Denn der sei das maßgebliche Gremium. Juristisch und baulich seien grundsätzlich die Fachbereiche eingebunden, stellte Zahn dar. Doch das Bündnis könne als "Brille des Elternteils" einen Beitrag leisten. Am 23. März gebe es eine weitere Sitzung zu Krippe und Kindergarten. Auf der will Zahn den favorisierten Vorschlag der Verwaltung darstellen. "Dann sind wir einen Schritt weiter." Ihre Resolution will das Bündnis vorher den Fraktionen zusenden. Ein öffentliches Gespräch mit Ortsvorsteher Horst Trenz ist für Montag, 13. März, 18 Uhr, in der Cafeteria des St. Nikolaus-Hospital in Wallerfangen geplant.