Brücken müssen saniert werden

Niemand weiß genau, welche Belastung die beiden Brücken am Ende der Saarstraße in Wallerfangen noch aushalten. Zur Sicherheit entschied der Bauausschuss nun kurzfristige Maßnahmen sowie Nachfragen für einen möglichen Neubau.

Um das wirkliche Problem zu sehen, müsse "man unter die Brücke gehen", sagte am Donnerstagnachmittag Bauamtsleiter Thorsten Biehl. Mit ihm standen Vertreter des Bauausschusses am Ende der Saarstraße nahe Fischerhütte und Altarm. Dort bröckelt die alte Brücke über den Bach in Richtung Saaraltarm. "An der Unterseite brechen Steine raus", erklärte Biehl. Die Durchfahrt müsse für schwere Fahrzeuge gesperrt werden. Aber auch die kleinere Brücke davor über den Mühlenbach ist sanierungsbedürftig. Dort steht seitlich schon länger ein Verbotsschild für Fahrzeuge ab zwölf Tonnen. Aber niemand wisse, wo das herkomme, sagte Biehl.

Schon bei der regelmäßigen Müllentsorgung seien Lkw im Einsatz "die leer 17 Tonnen wiegen". Eine weitere Schwierigkeit sei, dass niemand genau sagen könne, für welches Gewicht die Brücke einmal ausgelegt war. Als unbedenklich gelten die Widerlager an beiden Ufern. "Die sind aus Sandstein, der hält noch 150 Jahre", sagte Biehl. Der drängendste Knackpunkt sei der Teil über dem Bach zum Altarm und die Stahlkonstruktion unter der dortigen Fahrbahndecke. "Hier einen Pfosten hin und dort einen", schlug Ortsvorsteher Horst Trenz ab den letzten Häusern in der Saarstraße vor. Damit könne man die Durchfahrt verengen und für Lkw sperren. Einige der seitlichen Parkplätze dort ließen sich als Wendemöglichkeit nutzen. Dies würde auch bedeuten, dass die Fischerhütte sowie Bewohner des nahe gelegenen Haus Salm ihre Mülltonnen und Gelben Säcke auf einen Sammelplatz zur Saarstraße bringen müssten. Getränkelieferungen zur Hütte wären dann nur noch per Sackkarre möglich oder mit leichteren Fahrzeugen.

Über die weitere Vorgehensweise entschied der Bauausschuss im Sitzungssaal des Rathauses einstimmig. Dazu gehört die umgehende Verengung der Durchfahrt als kurzfristige Maßnahme. Des Weiteren wird ermittelt, welches Gewicht noch zulässig ist, das bestimmt die künftige Gewichtsbeschränkung. Das Bauamt prüft außerdem, wie ein Brückenneubau erfolgen könnte, in Holz oder Stahl sowie zu welchen Kosten. Und betroffene Anwohner werden rechtzeitig informiert.