Bei ihr finden Krebspatienten Hilfe

Bei ihr finden Krebspatienten Hilfe

Lebach. Im Saarland gibt es zwei zertifizierte Onkologische Zentren: Im St. Theresia Krankenhaus auf den Rastpfuhl und im Caritas Krankenhaus Lebach. Dr. Stephan Kremers leitet mit vier weiteren Fachärzten diese Abteilung in Lebach. Jährlich werden dort über 1000 Patienten, die in den unterschiedlichsten Formen an Krebs erkrankt sind, behandelt

Lebach. Im Saarland gibt es zwei zertifizierte Onkologische Zentren: Im St. Theresia Krankenhaus auf den Rastpfuhl und im Caritas Krankenhaus Lebach. Dr. Stephan Kremers leitet mit vier weiteren Fachärzten diese Abteilung in Lebach. Jährlich werden dort über 1000 Patienten, die in den unterschiedlichsten Formen an Krebs erkrankt sind, behandelt. Was noch fehlte und wofür Kremers kämpfte, war eine Beratungsstelle für Tumorkranke und deren Angehörigen.Dass Bedarf besteht, beweisen die ersten Zahlen. Im Februar hat Margit Klasen-Braune ihre Beratung begonnen. Über 30 Patientengespräche hat sie im ersten Monat geführt. "Die Krankheit trifft den ganzen Menschen, nicht nur den Körper", betont die Sozialpädagogin. Die Familie, der Partner, das Umfeld seien involviert. Ein großes Problem stellen die Ängste dar. Das sei nicht immer nur die Angst in Bezug auf die Krankheit, existenzielle Sorgen drücken sehr oft.

Fragen der Krankschreibung, Berentung, Ernährung oder einfach das Ausfüllen von Formularen gehören mit zum Arbeitsfeld von Margit Klasen-Braune. Weitere Themen sind die Belastung für die Familie und das Umfeld. Hier kann die 58-Jährige erste Hilfestellungen geben. Dank ihrer Mediatorausbildung kann sie auch hilfreich eingreifen, wenn Konflikte entstehen. "Ich kann keine Rechtsberatung geben", sagt Klasen-Braune, aber sie könne allgemeine Hinweise geben oder an entsprechende Ansprechpartner weiterleiten. Und das helfe oft schon viel. Die Sozialpädagogin "verfügt auch über ein gewisses Repertoire an Entspannungsübungen".

Finanziert wird die Beratungsstelle von der Saarländischen Krebsgesellschaft.

Die Beratungsstelle arbeitet kostenlos, merkt Dr. Stephan Kremers an. Auch wenn Patienten nicht bei ihm in Behandlung sind, können sie die Beratungsstelle aufsuchen. "Sie ist eine Anlaufstelle für alle Krebspatienten." Jeder kann kommen, eine Überweisung ist nicht notwendig, nur muss vorher ein Termin vereinbart werden. Was dem Mediziner wichtig ist, sind die kurzen Wege. Das Beratungsbüro befindet sich wie die Behandlungsräume in der vierten Etage des Krankenhauses.

Beratungsstelle für Tumorkranke und Angehörige, Caritasklinik Lebach, Heeresstraße 49, Tel. (0 68 81) 50 15 09, Dienstag 12.30 bis 17.30, Donnerstag 8.30 bis 15 Uhr.

Foto: Kremers