1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Wallerfangen

Bettenrennen: Auf die Betten, fertig, los!

Bettenrennen : Auf die Betten, fertig, los!

Das Bettenrennen in Wallerfangen war gestern wieder der Höhepunkt der Sophienkirmes. Die Boxer sind dabei unschlagbar.

Die golden glänzenden Pokale standen dicht gedrängt auf einem Bistro-Tisch bereit. Aber um sie zu bekommen, mussten zehn Teams erst noch ausrangierte Krankenhausbetten über eine 800 Meter lange Strecke rund um das St.-Nikolaus-Hospital in Wallerfangen schieben.

Bei der Sophienkirmes ist das Bettenrennen seit Jahren der Höhepunkt. Gestern rannten zum achten Mal Teams gegen die Stoppuhr. Neben zwei rund 150 Meter langen Steigungen galt es noch drei Aufgaben zu meistern: Dazu zählte, mit einer wassergefüllten Spritze drei Tennisbällen von Flaschen zu schießen und drei Teebeutel mit dem Mund in ein Zielfeld zu pendeln. Außerdem hatte ein Teammitglied einen Luftballon aufzublasen, aber erst nachdem ein Zwieback gekaut wurde, der den Mund austrocknete.

Wer hat sich solche Spielchen ausgedacht? „Ich“, gestand Rennleiter Heiko Kiefer schmunzelnd. Er kam vor Jahren auf die Idee, die Sophienkirmes mit dem Bettenrennen aufzuwerten. Etwa 250 Zuschauer amüsierten sich am Sonntag über das ungewöhnliche Rennspektakel. Zur Unterhaltung gab es Angebote für Kinder, eine Zaubershow und Musik vom Musikverein „Concordia“. Eine Verlosung erfolgte zugunsten des Fördervereins der Sophienstiftung. Die engagiert sich seit 1857 für hilfsbedürftige alte und kranke Menschen sowie Kinder.

Einige der Teams gingen kostümiert ins Rennen. Beispielsweise als Rotkäppchen und der Wolf oder als Dalmatinertruppe. Eine weitere war bunt wie aus dem Zirkus und bekam dafür den Pokal für die schönsten Kostüme. Bei den gemischten Teams machte der Musikverein „Concordia“ Wallerfangen Platz eins. Das einzige Frauenteam stellte die Praxis von Dr. Andreas Schürfeld, ihnen war der Pokal vom Start weg sicher. Das schnellste Männerteam stellten wieder mal die „Box-Tüftler“ vom Boxclub Neunkirchen. In ihrer Zeit von 4:30:01 steckten noch 30 Strafsekunden. Trotzdem wurden sie erneut Gesamtsieger und Gewinner des Wanderpokals. Seit Beginn des Bettenrennens räumen die Neunkircher Boxer den ersten Platz ab. Ihre Motivation fürs nächste Jahr? „Nochmal zu gewinnen.“