20 flinke Finger hoffen auf ersten Platz

20 flinke Finger hoffen auf ersten Platz

Lebach. "Üben muss sein", erklärt Julia Folz, 13 Jahre alt, Gymnasiastin aus Lebach. Und ihr Blick schweift zum schwarzen Flügel im elterlichen Wohnzimmer. "Seit wir neben dem Klavier auch noch den Flügel haben, ist das Üben der Kinder doch entspannter geworden", erklärt Werner Folz, Vater von drei sehr musikbegeisterten Kindern

Lebach. "Üben muss sein", erklärt Julia Folz, 13 Jahre alt, Gymnasiastin aus Lebach. Und ihr Blick schweift zum schwarzen Flügel im elterlichen Wohnzimmer. "Seit wir neben dem Klavier auch noch den Flügel haben, ist das Üben der Kinder doch entspannter geworden", erklärt Werner Folz, Vater von drei sehr musikbegeisterten Kindern. Julia und ihre Zwillingsschwester Annika spielen seit ihrem sechsten Lebensjahr Klavier, der jüngere Bruder hat ebenfalls Klavierunterricht, lernt zusätzlich Trompete. Da war es ein Glücksfall, dass der schwarze Schimmel zu Weihnachten im Wohnzimmer bei der Familie Einzug gehalten hat. "Es klingt eben am Flügel viel voluminöser als am Klavier", schwärmt Julia Folz und spielt ein Stück aus ihrem Wettbewerbsprogramm. Julia, Schülerin am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach, ist eine der sieben jungen Musiker, die überaus erfolgreich am Landeswettbewerb "Jugend musiziert" an der Hochschule für Musik in Saarbrücken teilgenommen haben. Gemeinsam mit ihrem gleichaltrigen Partner Jonas Stark aus Losheim-Britten konnte sie sich mit der Bestnote von 25 Punkten nicht nur den ersten Platz, sondern auch die Teilnahme am Bundeswettbewerb von 25. Mai bis 1. Juni in Stuttgart sichern.Für Julia ist dies die zweite Teilnahme, im vergangenen Jahr erreichte sie in Neustrelitz einen zweiten Platz auf Bundesebene in der Kategorie Solo. Nun tritt sie mit Jonas zum Wettstreit Klavier vierhändig an. Getroffen haben sich die beiden bei Klavierlehrerin Jelena Semenenko. Sie hat mit ihren zwei Klavierschülern die vier Stücke ausgewählt, die beim Wettbewerb zu hören sein werden. Geübt wird bei ihr oder bei Julia, viel Freizeit bleibt da, neben dem Schulalltag in den letzten Wochen vor dem Bundeswettbewerb, nicht. "Doch es soll immer Spaß machen, wir zwingen unsere Kinder nicht zum Üben, auch eine Klassenfahrt kann durchaus ein Grund sein, einmal nicht an einem Wettbewerb teilzunehmen", sagt Papa Werner. Doch gerade im vergangenen Schuljahr hatte sich Julia gegen die Fahrt und für die Musik entschieden.

Nun hofft sie auch in der Kategorie Klavier vierhändig, in der sie mit Jonas als einzige Teilnehmerin aus dem Saarland an den Start gehen wird, ebenso erfolgreich zu sein - und dass die Nerven mitspielen. "Nervös bin ich ganz bestimmt, aber, wenn man zu zweit ist, kann man sich gegenseitig beruhigen."

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