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Wahlkreis 298 St. Wendel: Deutlicher Vorsprung für Christian Petry

Ergebnis im Wahlkreis 298 st. Wendel : Deutlicher Vorsprung für Christian Petry

Nach Auszählung von 15 der 16 Kommunen im Wahlkreis 298 hat Christian Petry einen deutlichen Vorsprung. Die Fakten.

So mancher politische Beobachter hatte ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Wahlkreis 298 St. Wendel erwartet: Dem war aber nicht so: Christian Petry (SPD) holt das Direktmandat bei der Bundestagswahl in diesem Wahlkreis mit einem deutlichen Vorsprung. Bei Redaktionsschluss waren 15 der 16 Kommunen des Wahlkreises ausgezählt. Lediglich das Ergebnis aus Lebach war noch nicht bei der Landeswahlleitung eingegangen. Für Petry stimmten in den 15 Kommunen 44 764 Wähler (35,6 Prozent), für Nadine Schön 39 966 (31,8 Prozent). Der Vorsprung von Petry betrug (ohne Lebach) 4798 Stimmen. Unwahrscheinlich, dass Schön diesen Vorsprung in Lebach wettmachen könnte.

Damit hat die CDU eine Hochburg verloren. Dreimal in Folge hatte Nadine Schön seit 2009 den Wahlkreis 298 direkt gewonnen. 2017 konnte sie 57 982 Wähler von sich überzeugen und erreichte 41,8 Prozent der Erststimmen. Christian Petry kam 2017 auf 30,4 Prozent, zog aber über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag ein. Zum Wahlkreis 298 gehören 16 Städte und Gemeinden aus drei Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken. Darunter sind auch die Kommunen Lebach und Schmelz. Im Wahlkreis waren am Sonntag etwas mehr als 176 000 Bürger wahlberechtigt. Das waren rund 4000 weniger als vor vier Jahren. Insgesamt zehn Kandidaten haben sich um das Direktmandat beworben. Die Gemeinde Schmelz hat Petry übrigens mit 3376 Stimmen (35,0 Prozent) gewonnen, Schön kommt auf 2819 Stimmen (29,2 Prozent).

 Christian Petry hat  nach der Auszählung von 15 der  16 Kommunen den Wahlkreis St. Wendel gewonnen. 
Christian Petry hat  nach der Auszählung von 15 der  16 Kommunen den Wahlkreis St. Wendel gewonnen.  Foto: BeckerBredel

Auch bei den Zweitstimmen hat die SPD einen deutlichen Vorsprung. Sie kommt im Wahlkreis auf 37,7 Prozent (plus 10 Prozentpunkte). Die CDU liegt nur noch bei 26,3 Prozent (minus 10,2 Prozentpunkte). Drittstärkste Kraft ist hier die FDP mit 10,7 Prozent (plus 3,8).