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Zuwachs für den umgestalteten Wildpark

Zuwachs für den umgestalteten Wildpark

Saarwellingen. In Saarwellingen erwartet den Besucher der Wildpark am Ortsausgang Richtung Hoxberg. Es ist eine neun Hektar große Anlage, die in den 1970-Jahren erbaut wurde

Saarwellingen. In Saarwellingen erwartet den Besucher der Wildpark am Ortsausgang Richtung Hoxberg. Es ist eine neun Hektar große Anlage, die in den 1970-Jahren erbaut wurde. "Im vergangenen Jahr haben wir mit 125 000 Euro viel Geld in die Umgestaltung und Erneuerung der Anlage gesteckt", erzählte Karl-Josef Dennemärker vom Amt für Liegenschaften in Saarwellingen bei einem Rundgang auf den barrierefreien Gehwegen rund um die Gehege.Gerade ihren Umzug hinter sich gebracht haben die Bergziegen, die seit wenigen Wochen im ehemaligen Gelände des Muffelwilds untergebracht sind. "Wir hoffen, sie sind resistenter gegen das Dauerfüttern als ihre Vorgänger", sagte Andreas Kräuter, Wildhüter in Saarwellingen.

Hirsch in der Balz ist gefährlich

Das Füttern (siehe Info), aber auch die zu große Nähe, die manche Besucherinnen und Besucher wünschen, machen den Verantwortlichen Probleme. "Gerade wenn der Hirsch in der Balz ist, wird er aggressiv. Da ist es besser, wenn man etwas weiter wegbleibt vom Zaun", empfiehlt Dennemärker. Noch gibt es nur einen Zaun um das Gehege von Rot- und Damwild. Anders dagegen sieht es bei den Wildschweinen aus. Hier sind die Tiere durch zwei Zäune mit einer teilweisen Rückbewaldung vor den Besuchern geschützt. Die Wildschweine in Saarwellingen haben übrigens den Luxus, gleich zwei Gehege ihr Eigen zu nennen. Während sie derzeit im hinteren Gehege untergebracht sind, erholt sich der vordere Bereich.

Ein Blick in alle Gehege zeigt, dass viel investiert wurde in Futterhäuser und Unterstände für die Tiere. In den kommenden Wochen soll zudem eine neue Tierart, das Sika-Wild - ursprünglich beheimatet in Asien - Einzug in Saarwellingen halten.

Hintergrund

In beiden Anlagen, in Saarwellingen und in Differten, weisen die Verantwortlichen darauf hin, dass wildes Füttern der Tiere streng verboten ist. "Man tut den Tieren absolut nichts Gutes, wenn man ihnen Obst, Gemüse oder Brot gibt. Viele Tiere haben anschließend schlimme Koliken, manche verenden sogar", erzählt Andreas Kräuter, Wildhüter in Saarwellingen.

Das Rotwild fasziniert die Besucher des Wildparks besonders. Auch jetzt im Winter sind die Tiere sehr gut zu beobachten. Foto: Grell.

In Differten gibt es die Möglichkeit, Futter für die Tiere am Eingang zu erwerben. "Nur dieses darf bei uns gefüttert werden", mahnt der Ortsvorsteher Erich Collet. cim