Demonstration vor dem Rathaus Wadgasser setzen sich für den Hostenbacher Wald ein

Wadgassen · Rund 100 Personen protestieren gegen die geplanten Rodungen im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben „Rathauspark“.

 100 Personen demonstrierten vor dem Wadgasser Rathaus für den Erhalt des Hostenbacher Waldes – mit Abstand und Maske.

100 Personen demonstrierten vor dem Wadgasser Rathaus für den Erhalt des Hostenbacher Waldes – mit Abstand und Maske.

Foto: Ruppenthal

Bürgerprotest vor dem Wadgasser Rathaus: 100 Personen waren für die angemeldete Demo genehmigt, fast so viele waren auch gekommen, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche sowie auch Akteure von „Fridays for Future.“ Initiatoren waren Hana und Thomas Seuren, als Anlieger unmittelbar betroffene Bürger der Baumaßnahme „Rathauspark“, die sich aber nach eigenen Worten vornehmlich aus Umweltgesichtspunkten gegen die geplante Rodungsmaßnahme wehren.

Sie kritisieren vor allem gegen das beschleunigte Verfahren, das nach ihrer Meinung ein übereilter Gemeinderatsbeschluss ohne die damit verbundene sorgfältige Prüfung möglich mache, wenn nicht binnen vier Wochen ein begründeter Einspruch mit den Unterschriften von mindestens 50 Unterstützern vorliegt. Sie betonen, dass sie grundsätzlich das Projekt Rathauspark begrüßten, aber sie fordern wie auch die übrigen Demonstranten eine alternative Lösung der Parkplatzfrage. Hauptgrund des Einspruchs sei die bestehende Unverhältnismäßigkeit im Hinblick auf die Rodung eines Teilabschnitts des Hostenbacher Wäldchens zur Erschaffung von 43 Parkplätzen. Dazu komme eine fehlende Nachhaltigkeit, ein geringer Gemeinwohlnutzen, erhebliche negative Umweltfolgen und eine Bodenversiegelung ohne Ausgleichsfläche.

So demonstrierten am Freitagvormittag – mit Abstand und Maske – nicht ganz 100 Bürger für die komplette Erhaltung des Hostenbacher Waldes und gegen die geplante Rodung und den Bau von Parkplätzen. „Rettet den Hostenbacher Wald“ skandierten sie so immer wieder in Sprechchören und unterstrichen diese Forderung mit lauten Trommeln auf Dosen, Kanistern, einem Schubkarren und kleinen Tonnen. „Wald statt Asphalt“, „Ihr zerstört, was uns allen gehört“ und „Wer Umweltprobleme nicht ernst nimmt, ist selbst eines“ hieß es dabei auf den mitgeführten Protesttafeln und Transparenten. Kinder wiesen zudem mit selbst gemalten Plakaten auf die gefährdete Tierwelt in dem Hostenbacher Wald hin.