| 20:38 Uhr

Premiere
Viel Lob für „Die Schöne an der Bist“

Eine fulminante Premiere erlebte „Die Schöne an der Biest“ beim Klassik-Open-Air im Wadgasser Parkbad.
Eine fulminante Premiere erlebte „Die Schöne an der Biest“ beim Klassik-Open-Air im Wadgasser Parkbad. FOTO: Ruppenthal
Wadgassen. Beim Klassik-Open-Air im Parkbad erlebten die mehr als 1000 Besucher eine Musikreise quer durch alle Ortsteile von Wadgassen. Von Rolf Ruppenthal

Party-Time im Wadgasser Parkbad: Nachdem das so beliebte Klassik-Open-Air im Juni in einem Gewittersturm regelrecht baden ging, gab’s jetzt beim Nachholtermin doch noch ein mehr als versöhnliches Ende. Die mit Spannung erwartete Premiere der Auftragskomposition von Andreas Lorsons „Die Schöne an der Bist“, glanzvoll dargeboten unter der Leitung von Björn Jakobs von allen sechs Wadgasser Musikvereinen, bildete den gefeierten und damit optimalen Einstand in diesen so gelungenen Musikabend.


Mit mehr als 1000 Besuchern hatte das Klassik-Open-Air eine prächtige Besucherkulisse zu verzeichnen. Und da dieses Mal auch das Wetter optimal mitspielte, kamen zahlreiche Besucher wieder mit Tischen, Stühlen, Decken und vollen Picknick-Körben und hatten nicht nur an dem Musikfeuerwerk ihre helle Freude. Auch das Metal-Rock-Bonuskozert am Freitagabend mit „Iron Maidnem“, „Motörcore“ und „Sack’N Hand“ lockte trotz „Rocco del Schlacko“ immerhin noch mehr als 400 Besucher an.

Gespannt fieberten dann am Samstagabend mehr als 1000 Besucher der lange angekündigten Premiere von „Die Schöne an der Bist“ entgegen. Bürgermeister Sebastian Greiber machte es zur Begrüßung noch einmal richtig spannend, indem er den 23-jährigen Komponisten aus Friedrichweiler, seinen musikalischen Werdegang und die Entstehungsgeschichte der Auftragskomposition noch einmal Revue passieren ließ. Als Dirigent Björn Jakobs den Taktstock hob, herrschte erwartungsvolle Stille. Danach boten die Musiker der Orchestervereine Wadgassen, Schaffhausen und Hostenbach, des Musikvereins Germania Differten, des Saitenspielkreises Differten und des Zupforchesters Friedrichweiler eine Galavorstellung, die nach knapp 19-minütiger Musikreise quer durch alle Ortsteile Wadgassens begeistert gefeiert wurden.



Andreas Lorson und Björn Jakobs waren sichtlich zufrieden. „Sensationell“, lobte Gemeindechef Sebastian Greiber die Musiker: „Ich bin stolz darüber, Bürgermeister einer Gemeinde mit eigenem Soundtrack zu sein,“ betonte er.

„Ich bin beeindruckt,“ meinte auch der Vorsitzende des Orchestervereins Wadgassen, Norbert Rot. „Allerdings habe ich in der Musik nicht erkennen können, welcher Gemeindeteil gerade an der Reihe war,“ ergänzte er schmunzelnd.

„Super, eine wirklich tolle Premiere,“ befand auch der Bouser Helmut Braun. „Viel Gehaltvolles hat man da hören können,“ begeisterte sich auch Hartmuth Kastner aus Differten, auch wenn ihm die Blechbläser gegenüber den Zupfern etwas zu dominant waren. „Unbegreiflich, dass man dieses gelungene Werk nach dieser so erfolgreichen Premiere nicht mehr hören soll,“ fand Karl-Heinz Ratzel aus Wadgassen, der den großen Besucherzuspruch zudem als Kompliment an den Komponisten und die Wadgasser Musikvereine wertete.