Viel Farbe und ein Baum-Mikado

Hostenbach. Nach den Sommerferien soll es losgehen, sagte Eveline Bautscha, Geschäftsführerin des KOBRA-Beratungszentrums, am Samstag. Sie hatte die "Zukunftswerkstatt Schulhofgestaltung" geleitet. Dabei entwickelten 19 Kinder aus allen Klassen der Grundschule des Standortes Hostenbach ihre Vorschläge. Diese wurden schließlich zu anschaulichen Modellen verarbeitet

Hostenbach. Nach den Sommerferien soll es losgehen, sagte Eveline Bautscha, Geschäftsführerin des KOBRA-Beratungszentrums, am Samstag. Sie hatte die "Zukunftswerkstatt Schulhofgestaltung" geleitet. Dabei entwickelten 19 Kinder aus allen Klassen der Grundschule des Standortes Hostenbach ihre Vorschläge. Diese wurden schließlich zu anschaulichen Modellen verarbeitet.Etwa 50 mal 100 Meter sei der Schulhof groß, erklärte Rektor Guido Guldner der Saarbrücker Zeitung. Rund zwei Drittel davon seien noch asphaltiert. Doch das wollten auch die Kinder so belassen. "Denn da können sie malen, und wenn es mal regnet gibt, es nicht so viel Dreck in den Klassen. Wir haben ja noch schöne Holzfußböden, der Dreck wirkt da wie Schmirgelpapier."

Die Idee für eine Umgestaltung sei aufgekommen, weil es den Kindern in den Pausen zu langweilig war und viel gestritten wurde. "Was die sich jetzt überlegt haben, das kann aber nur nach und nach umgesetzt werden", sagte Guldner.

Viel Farbe, mehr Bewegung und Sitzmöglichkeiten. Das sind wesentliche Merkmale. "Wir haben überlegt, was man besser machen kann", erklärte Lili souverän der SZ. Ein Klettergerüst soll es geben, eine Hängematte und ein Mikado aus dicken Baumstämmen. Jungs hätten sich ein zweites Fußballtor gewünscht und Platz für Zuschauer und Reserveleute. Selbst an die Lehrer wurde gedacht. "Die können sich da ausruhen", sagte Lili und wies auf kleine Sitze aus Pappe unter Sonnenschirmen. Es könne zwei bis drei Jahre dauern, bis alles umgesetzt sei, schätzte Bautscha. "Das hängt jetzt vom Team ab." Das Team, das sind Eltern, Lehrer und der Träger der Grundschule, also die Gemeinde Wadgassen. Fänden sich genügend Helfer und Sponsoren, könne die Umgestaltung zügig über die Bühne gehen. "Es braucht auch möglichst rasch sichtbare Erfolge", weiß Bautscha aus anderen Projekten, sonst bestehe das Risiko, dass die Luft ausgehe.

Um 150 Kinder geht es in Hostenbach. Am zweiten Standort der Grundschule in Schaffhausen sei schon vor zehn Jahren gestaltet worden, sagte Guldner. Um die Neugestaltung zu finanzieren sei schon der Erlös des Schulfestes als Beitrag vorgesehen.