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Frauen in der Kommunalpolitik
„Miteinander statt Gegeneinander“

Die 37-jährige Christine Schiffer aus Wadgassen
Die 37-jährige Christine Schiffer aus Wadgassen FOTO: C. Schiffer
Wadgassen. Christine Schiffer will weg von der Politik von vor 30 Jahren.

Schon mit 16 Jahren ist Christine Schiffer in die SPD eingetreten. „Ich konnte mich noch nie mit ,schlechten’ Gegebenheiten abfinden und hatte schon sehr früh das starke Bedürfnis, etwas bewegen zu wollen. Wegsehen kann ich nicht“, sagt die Wadgasserin.


Die 37-Jährige Schiffer ist Vorsitzender des SPD-Gemeindeverbands und des Ortsvereins Wadgassen und sitzt im Gemeinderat sowie in drei Ausschüssen.

„Da das Ehrenamt sehr schwer mit Familie zu vereinbaren ist, – dies wird am Durchschnittsalter der Ratsmitglieder sehr deutlich, es gibt lediglich zwei Mitglieder mit kleinen Kindern –, muss es ein erklärtes Ziel sein, künftig beispielsweise eine Kinderbetreuung während der Sitzungen zu gewährleisten, damit es jungen Müttern und auch Vätern möglich ist, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren“, findet die Beamtin. „Dafür müsste das KSVG geändert werden, aber die Hürde, um das in Angriff zu nehmen, nehme ich sehr gerne.“



Zu ihren Zielen in der kommunalpolitischen Arbeit zählt Schiffer vor allem „mehr Miteinander statt Gegeneinander, parteiübergreifend“. Sie will „weg von der Politik von vor 30 Jahren“. Miteinander könne man „politische Ziele vor Ort von der Basis aus realisieren. Ansonsten verwaltet man sich nur selbst, auf Kosten der Bürger.“

Nur, wenn man sich mit der „Politik vor Ort“ identifizieren kann, meint Schiffer, „kann man sich auch vorstellen, sich zu engagieren und von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen, wofür Generationen vor uns hart gekämpft haben und wofür andernorts immer noch hart gekämpft wird.“