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Strommast am Differter Friedhof sorgt für Verärgerung

Differten : Gräber buchstäblich unter Strom

Hässlicher geht es nicht: Ein Betonmast ragt zwischen den Gräbern auf dem Friedhof in Wadgassen-Differten auf. Friedhofsbesucher ärgern sich.

Ein Friedhof mit direktem Stromanschluss – das gibt es wohl nur in Differten. Unmittelbar neben dem Eingangsbereich des Friedhofs steht seit Neuestem ein Strommast. Und das erzürnt etliche Friedhofbesucher, besonders aber Irmtraud Hannen. Die Differterin, die jetzt in Körprich wohnt, besucht normalerweise den Friedhof zwei bis drei Mal pro Woche, um das Familiengrab zu pflegen, wo ihre Eltern, Groß- und Urgroßeltern bestattet sind. Als sie jetzt nach einem Krankenhausaufenthalt wieder auf den Friedhof kam, prangte aber unmittelbar neben diesem Grab ein neuer Strommast. Nachdem das Grundstück neben den Friedhof von der Gemeinde verkauft worden war, musste der alte Strommast umgesetzt werden. Die einzige geeignete Stelle befand sich allerdings in der Ecke des Friedhofs.

Auch Thorsten Heinrich bedauert, dass es keinen besseren Platz für diese Umsiedlung gegeben hatte, betont aber die Notwendigkeit dieser Maßnahme. „Ansonsten wären zahlreiche Häuser ohne Strom gewesen“, begründete er die die Entscheidung der Wadgasser Gemeinde-Strom. Der Leiter des Umwelt- und Grünflächen-, des Friedhofs-und Liegenschaftsamtes der Gemeinde Wadgassen spricht in diesem Zusammenhang aber von einer Zwischenlösung. „Wenn das Nachbargrundstück bebaut wird, muss ohnehin eine andere Lösung her,“ erklärte er auf Nachfrage.