Sperlingskauz lässt grüßen

Differten/Saarwellingen. Zwei Wildparks im Kreis Saarlouis laden bei freiem Eintritt 365 Tage im Jahr zu einem Besuch ein. Dort, wo sich in den wärmeren Monaten sehr viele Besucher tummeln, ist es jetzt ein wenig ruhiger. Doch ein Ausflug lohnt sich gerade jetzt, wo die kahlen Äste doch manchen Blick in die Gehege zulassen, der sich im Sommer den Besuchern so nicht bietet

Differten/Saarwellingen. Zwei Wildparks im Kreis Saarlouis laden bei freiem Eintritt 365 Tage im Jahr zu einem Besuch ein. Dort, wo sich in den wärmeren Monaten sehr viele Besucher tummeln, ist es jetzt ein wenig ruhiger. Doch ein Ausflug lohnt sich gerade jetzt, wo die kahlen Äste doch manchen Blick in die Gehege zulassen, der sich im Sommer den Besuchern so nicht bietet.In Differten liegt das Wildfreigehege mit einer Gesamtfläche von zwölf Hektar, davon etwa 3,5 Gehegefläche, etwas außerhalb der Ortslage, doch zu Fuß und mit dem Auto ist es gut erreichbar. Parkplätze sind beim Hundeverein vorhanden. Nach einem kurzen Fußmarsch werden die Gäste von Lady, einem Uhu, begrüßt. Sie ist, wie die meisten Vögel in der großen Voliere, flugunfähig. "Lady stammt aus der ehemaligen Auffangstation Beaumarais und hatte vermutlich einen Unfall", erzählt Frank Reinstädtler vom Wildpark, während er den Vogel krault. Gleich nebenan sitzt ein Sperlingskauz. "So erleben die Besucher den größten und kleinsten europäischen Greifvogel auf einen Blick", erklärt Erich Collet, Ortsvorsteher von Differten und eng mit der Anlage verbunden. Er ist ebenso wie die beiden Mitarbeiter Frank Reinstädtler und Peter Thollon sehr gerne bei den Tieren im Wildpark. "Es kommt auch schon mal vor, dass wir, wenn eine Ziege Nachwuchs bekommt, hier übernachten", erzählte er.

Überhaupt herrscht in den Tiergehegen eine sehr kuschelige Atmosphäre. Peter Thollon verteilte eifrig Streicheleinheiten. Kaum hat er Rudi und Ida gerufen, setzen sich die beiden Wildschweine im Schweinsgalopp in Bewegung.

Frank Reinstädtler kümmert sich liebevoll um den flugunfähigen Uhu Lady, der die Besucher im Wildpark Differten begrüßt. Foto: Carolin Grell.

Ein wenig zurückhaltender gibt sich das Dam- und Rotwild. Zwar recken gerade die jungen Tiere neugierig den Kopf, doch sie halten sich beim Fototermin zurück. Die schottischen Hochlandrinder hingegen sind gänzlich mit Fressen beschäftigt. "Eine Artenvielfalt, davon viele Tiere, die in der freien Natur bedroht sind, wie etwa die Bergziegen, die wollen wir unseren Besuchern zeigen. Wir zeigen aber keine Exoten, alle sind einheimische Tiere. Wichtig ist, dass gerade die Kinder mit diesen Tierarten bei uns in Berührung kommen", erklärt Collet. Daher bietet die Anlage gerne Führungen für Kindergärten und Schulen an. Eine kleine Gastronomie und ein Spielplatz runden das Angebot am Wildpark in Differten ab. > weiter auf Seite C 3