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Serie Bürgermeister Wahlen: Katja Metzen in Wadgassen

Katja Metzen fordert den Bürgermeister heraus : „Was für eine Kraft in der Gemeinde steckt“

Unternehmerin Katja Metzen kandidiert für die CDU in Wadgassen.

Der Satz, der nach einer Stunde Gespräch mit Katja Metzen hängenbleibt, fällt so nebenbei. Haustürwahlkampf mache sie, und was sie überrascht hat: „Was für eine Kraft in dieser Gemeinde steckt. Da wird bewegt.“ Das kommt aus der Tiefe. Diese Kraft zu erleben, sagt sie, das sporne sie erst recht an, „alles zu geben“, um Bürgermeisterin von Wadgassen zu werden.

Katja Metzen, 47, tritt für die CDU an. Bisher hatte sie keine politischen Ämter. „Jeder chillt“, sagt sie im Dialekt, „mir gefiel auch nicht alles.“ Dann erfasste sie Lust an der Politik, als Annegret Kramp-Karrenbauer nach Berlin wechselte. „Das versprach Dynamik.“ Eine Saarland-Tour mit Ministerpräsident Tobias Hans, Metzen im Publikum, sie stellt Fragen, darauf wird sie von Sozialministerin Monika Bachmann angesprochen. Im März 2018 Eintritt in die CDU, ein Training bei der Frauen-Union, Mitarbeit in der CDU Hostenbach und im Juli war sie entdeckt als CDU-Kandidatin für das Rathaus.

Ihr Programm? „Ich bin kein Freund davon, das Rad neu zu erfinden.“ Dann das Aber, und das lautet bei Katja Metzen immer wieder: „Mehr“, „Transparenz“ und „Tore öffnen“.

Da ist zum Beispiel das kulturelle Erbe Wadgassens, das in den Vereinen lebt. Ob man das nicht koordinieren könnte „unter dem Gesichtspunkt Wirtschaftlichkeit“. Mit Blick auf Tourismus und Gastronomie. Ganz professionell mit einer gemeindlichen „Trägergesellschaft“, vielleicht zusätzlich einem FSJ-ler. „Jedenfalls auf einer breiten Plattform.“

Investitionen müssten konsequenter geprüft werden darauf, welchen Gegenwert sie einbrächten. „Damit ist nicht nur das Geld gemeint.“ Konkretes Beispiel: Die Straßenführung am Kreisel vor dem Rathaus werde geändert. Es sei viel zu wenig kommuniziert worden, was das bringen soll.

Überhaupt: Bürger, sagt Metzen, hätten einen Anspruch darauf, genauer und schneller zu erfahren, wo ein Vorgang im Rathaus gerade stehe, „Anspruch auf mehr Transparenz also“. An solchen Vorgängen, wünscht sich Metzen für Wadgassen, müssten die Bürgerinnen und Bürger entscheidend mehr beteiligt werden. Und sie selbst würde im Rathaus immer auf Teamlösungen setzen, sagt sie.

Das bringt Metzen mit aus ihrer Berufstätigkeit. Erfahrungen, wie wichtig Prozesse sind, Transparenz, Teams, hat sie in verschiedenen Funktionen in medizintechnischen Weltunternehmen gemacht, unter anderem als Personalerin. Es folgten Weiterbildungen unter anderem als Coach und im Personalwesen. Seit 2016 ist sie als Personalberaterin selbstständig. Und sagt: „Für Gründer ist das Saarland wirklich sehr gut.“