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Blasmusik
Schweizer Armeespiel im Lokschuppen

Indiana Wind Symphony: Das Ensemble aus den USA eröffnete im voll besetzten Wadgasser Abteihof den IGEB-Konzertreigen.
Indiana Wind Symphony: Das Ensemble aus den USA eröffnete im voll besetzten Wadgasser Abteihof den IGEB-Konzertreigen. FOTO: Ruppenthal
Dillingen. Das Benefizkonzert des Symphonischen Orchesters Schweizer Armeespiel am Samstag ist ein Highlight des laufenden internationalen Kongresses der Blasmusiker. Den Experten kann man noch bis Montag zuhören. Wonderbrass schließt die Großveranstaltung.

Wessen musikalisches Herz für Blasmusik schlägt, der wird es an diesem Samstag, 21. Juli, etwas höher schlagen hören. Denn ab 19.30 Uhr spielt an diesem Tag das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel im Lokschuppen Dillingen. Im Rahmen der Konferenz der internationalen Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik (IGEB) erklingt Musik der Schweizer Armee.


In die Hüttenstadt hineingeführt wird diese Eliteformation von Oberleutnant Gaudens Bieri. Er dirigiert das Top-Ensemble in dem Benefizkonzert. Die Musikerinnen und Musiker sind spezialisiert auf Kompositionen der heutigen Zeit genauso wie aus der klassischen. Des Weiteren sind ihre Umarbeitungen von Werken für andere Besetzungen als auf höchstem Niveau anerkannt. Die meisterhafte Ton- und Interpretationskultur des Orchesters wird international anerkannt, unterstreichen die Veranstalter.

Der Eintritt zum Konzert im Lokschuppen ist frei, über eine Spende freuen sich die Musiker.



Es ist das vorletzte Begleitkonzert des IGEB-Kongresses in Wadgassen. Den Abschluss macht am Montag, 19.30 Uhr, „Blech im Parkbad Wadgassen“ mit dem heimischen Wonderbrass-Quintett.

Entstanden ist das Wadgasser Wonderbrass-Quintett 1990 durch eine Fusion mit den Mitgliedern aus dem Orchesterverein Wadgassen. Inspiriert wurde die Zusammenschließung durch einen Konzertbesuch des weltberühmten Canadian Brass Ensembles.

Die fünf Musiker, die in der aktuellen Besetzung seit 2015 zusammen musizieren, hoffen, dass die Zuhörer genauso viel Freude wie sie selbst am Spielen ihres Repertoires haben werden. Besetzt ist das Wonderbrass Quintett mit zwei Trompeten von Holger Jakobs und Michael Britz. Das Waldhorn wird gespielt von Jörg Schneider, Posaune und Tuba werden von Jürgen Beck sowie Andreas Klinz übernommen.

Die Tagung selbst geht bis Montag weiter mit fast 50 Kurzvorträgen im Hotel Alte Abtei in Wadgassen. Alle sind öffentlich. An diesem Samstag etwa mit Ausführungen zu Wein- und Instrumentenbau, Estnischer Trompetenmusik, Saxofon-Mundstücken, Digitalisierung oder dem 200. Geburtstag der Helsinki Guards’ Band. Sonntag ist Pause. Am Montag geht es beispielsweise um die Geschichte der ungarischen Militärmusik. Oder um die portugiesische Blasmusik-Bewegung zwischen den 50ern und den 80ern. Viele der Vorträge sind auf Englisch. Ein großer Teil der Referenten kommt aus den USA.