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Fußball
Schafft es Schaffhausen doch noch?

Schaffhausen. SSC spielt am Sonntag gegen Tünsdorf um den Landesliga-Aufstieg. Der Gegner ist sauer. Von Philipp Semmler

Schafft es der SSC Schaffhausen über den Umweg Aufstiegsspiel doch noch in die Landesliga? In der Fußball-Bezirksliga Saarlouis zog der Club im Meisterschaftsrennen knapp den Kürzeren. Mit 79 Punkten wurde das Team des Spielertrainer-Duos Christopher Daub und Johannes Ruppenthal nur Zweiter hinter Meister SV Fraulautern (82 Zähler).


„Dass wir trotz unserer tollen Bilanz nicht Erster geworden sind, ärgert uns schon ein wenig“, gibt der SSC-Vorsitzende Stephan Blaß zu. „Im Vorjahr hätte diese Punktzahl locker zum Titelgewinn gereicht.“ Damals holte der SV Friedrichweiler mit 73 Zählern den Titel. 2016 genügten dem SV Wallerfangen 72 Zähler, um auf Rang eins zu landen.

Aber immerhin hat Schaffhausen an diesem Sonntag die Chance, doch noch in die Landesliga West hoch zu kommen. Um 15 Uhr trifft der SSC im Saarwellinger Weidenbruchstadion in einem Aufstiegsspiel auf den VfB Tünsdorf (Vizemeister der Bezirksliga Merzig-Wadern). Der Sieger steigt auf, der Verlierer bleibt in seiner Bezirksliga.



Für die Brüder Kevin und Dustin Thinnes wird es der letzte Auftritt im SSC-Trikot sein. Beide wechseln im Sommer zu Landesligist SF Hostenbach. Sollten sie sich mit dem Aufstieg verabschieden, wäre ihnen das zum zweiten Mal in Folge gelungen. Auch 2017 schafften Mittelfeldspieler Dustin (fünf Saisontreffer) und Stürmer Kevin (29 Saisontore) mit dem damaligen Landesligisten SSV Überherrn den Aufstieg in einem Entscheidungsspiel (1:0 gegen Saar 05 II), ehe sie eine neue sportliche Herausforderung suchten.

Ursprünglich nahmen an der Landesliga-Aufstiegsrunde übrigens drei Teams teil. Neben Schaffhausen und Tünsdorf war auch der SC Großrosseln II noch dabei. Das Spiel zwischen Tünsdorf und Großrosseln II (2:0) wurde auch am Mittwoch noch ausgetragen. Doch dieses Duell war im Nachhinein unnötig. Der Grund: Durch den Aufstieg des FV Bischmisheim in die Verbandsliga am Donnerstag wurde ein Platz in der Landesliga Süd frei. Den nimmt Großrosseln II ein – und scheidet somit aus der Aufstiegsrunde aus. „Was sich der Verband da wieder ausgedacht hat, ist mir ein Rätsel“, ärgert sich Tünsdorfs Trainer Kai-Uwe Hahn. „Wir haben jetzt ein schweres Spiel vom Mittwoch in den Beinen, nach dem jeder körperlich komplett erledigt war. Das ist schlicht eine Sauerei. Ich fühle mich im falschen Film, dass wir jetzt trotz des Sieges am Sonntag gegen einen frischen Gegner um alles oder nichts spielen.“