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Pfarrei Wadgassen entwickelt eine Kirchen-App

Kostenpflichtiger Inhalt: Wege zu den Gläubigen : Pfarrei Wadgassen entwickelt eigene App für die Gläubigen

Auf Anhieb entscheiden sich Hunderte von Nutzern für die Entwicklung von Pfarrer Peter Leick und Digital-Unternehmer Kurt Werner Malter. Notfalls kann sie ein halbes Pfarrbüro ersetzen.

(rup) Zusammen mit dem Informationstechniker Kurt Werner Malter, Chef von Compelec Computersysteme, hat der katholische Pfarrer eine App (http://kath-Gemeinden-Wadgassen.zur.app) auf den Weg gebracht.

Corona macht’s möglich - oder genauer notwendig: Nach der Schließung der Kirchen suchte der Wadgasser Geistliche neue Zugangswege zu den Gläubigen. Nachdem die App am 26. April gerade einmal mit zwölf Nutzern startete, machten tags darauf bereits 500 mit, und nun schießen mit rund 4000 Zugriffen die Zahlen geradezu durch die Decke.

Angefangen hatte es mit einem Life-Videostream von Gottesdiensten aus der Wadgasser Pfarrkirche. Die eigene „Kirchen-App“ waren dann die logische Weiterentwicklung.

Möglich machte dies Kurt Werner Malter, Gemeindemitglied und Geschäftsführer des bereits mehrfach ausgezeichneten Wadgasser Softwareentwicklers Compelec-Computersysteme. Sein Team hat bereits zuvor die Plattform „InGenius-Office “, eine hochmoderne Verwaltungssoftware für die Belange der katholischen Pfarreien, entwickelt, die inzwischen von den Bistümern Trier, Speyer und Fulda genutzt wird.

Die neue App sollte einfach, bedienerfreundlich und seniorengerecht zu handhaben sein, damit sie auch von älteren Menschen und Kranken zu Hause per Handy, Tablet, Laptop oder Computer genutzt werden kann.

So entwickelte das Team von Compelec in kurzer Zeit eine App, die trotz ihrer Einfachheit und ihrer Bedienungsfreundlichkeit extrem viel kann und eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten beinhaltet.

Über diese App finden die Gemeindemitglieder die stets aktuelle Gottesdienstordnung, die derzeit notwendigen Anmeldeformulare für die Gottesdienste, den Pfarrbrief und einen speziell für den Kirchengebrauch entwickelten Kalender mit all den dazu notwendigen Spezifikationen. Auch Messintentionen - also die Messwünsche für die Verstorbenen - können eingegeben werden. Und über einen internen Bereich können Bestatter Beerdigungstermine eingeben und die dazu notwendigen Daten weiterleiten, ohne dass das Pfarrbüro besetzt sein muss.

„Hier macht sich bezahlt, dass wir eigentlich aus der Automatisierungstechnik kommen,“ betont Malter. Er und sein Team haben versucht, den kompletten Workflow, also alle anfallenden Arbeitsabläufe zu optimieren und zu vernetzen sowie vieles zu automatisieren. So weist die App aus, welche Termine frei sind und ermöglicht somit Terminvereinbarungen.

Die neue App soll zudem ständig weiterentwickelt werden. So will man auch die Kommunionkinder mit einbinden. Zukünftig soll ein Link die Gläubigen direkt zum Life-Stream des Gottesdienstes weiterleiten. In einem weiteren Schritt ist zudem ein kleiner Verkaufsshop geplant, in dem beispielsweise Kerzen oder der „Wadgasser Kreuzweg“ geordert werden können.

Von dem Erfolg ihres Projektes waren Leick und Malter überzeugt, aber von ihrem steilen Steigflug sind sie dennoch überrascht, - aber auch von ihrer Reichweite. Ehemalige Wadgasser aus Hamburg und München haben sich zwischenzeitlich gemeldet.

Lob und Zustimmung kam auch von Freunden aus Mallorca, Österreich und Südtirol. „Aber auch viele Wadgasser haben dank der App die Schönheit unserer Kirchen entdeckt,“ freuen sich Malter und Leick.