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Nonnen sorgten für Begeisterungsstürme

Nonnen sorgten für Begeisterungsstürme

Fulminanter Start in den Wadgasser Kultursommer: Zwei Open-Air-Konzerte und der historische Jòòrmarkt setzten gleich zum Auftakt markante Akzente. Besucher wie Akteure waren dabei durch mehr als widrige Wetterbedingungen hart gefordert, aber sie trotzten mit bewundernswerter Energie dem Regen-Inferno.

Dabei begann alles so schön: Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen lockten am Freitagabend an die 800 Besucher auf das zur Partymeile umfunktionierte Festivalgelände des Wadgasser Parkbades, im letzten Jahr von Travelbook als eines der 15 schönsten Freibäder Deutschlands ausgezeichnet. Dr. Nano und seine Masters of Rock wussten ihren Heimvorteil bestens zu nutzten und heizten die Stimmung hervorragend an, bevor dann die Queen-Kings für Furore sorgten. Die Queen-Tribute-Band überzeugte auf der ganzen Linie, sodass die vielen Besucher quer durch alle Altersschichten einen gelungenen und stimmungsvollen Musikabend erlebten.

Kontrastprogramm dann einen Tag später an gleicher Stelle: Regen , Regen und nochmals Regen . Nach einem kurzen Lichtblick am Nachmittag schien ein Wolkenbruch am frühen Abend Akteure wie Besucher aus dem Parkbad hinausspülen zu wollen. Aber da hatte "Petrus" die Rechnung ohne die widerspenstigen Wadgasser gemacht. Die "Feierbiester" aus dem Bisttal trotzten in eilends verteilten leuchtend gelben und orangefarbenen Regencapes der Unbill des Wetters. Nicht alle hielten durch bis zum Schluss, aber die meisten ließen sich von Regen und Nässe nicht einschüchtern oder gar vertreiben.

Ganz im Gegenteil: Erstaunlich viele kamen mit komplettem Picknick-Sortiment ins völlig aufgeweichte Parkbadgelände. Wer nicht mit komplettem Partyzelt anrückte, verwandelte seinen bestens gedeckten Tisch samt brennendem Kerzenleuchter in eine imposante Schirmburg.

Und dann gab es ja auch noch die Akteure vom großen Blasorchester des Orchestervereins Wadgassen und das Gunni-Mahling-Showensemble mit seinen Solisten, die mit mächtig Power und einem wahren Feuerwerk für Begeisterungsstürme sorgten. Erst nach etlichen Zugaben durften die Akteure begeistert gefeiert die Bühne verlassen.

Ein Feuerwerk, im neuen Myland-Outletcenter auf dem alten Cristalleriegelände abgefeuert, setzte einen letzten markanten Schlussakkord.

 Gute Besucherresonanz schon beim rockigen Auftakt am Freitagabend.
Gute Besucherresonanz schon beim rockigen Auftakt am Freitagabend.
 Jòòmarkt Wadgassen: Feuershow der Societas Dragonis.
Jòòmarkt Wadgassen: Feuershow der Societas Dragonis.

Er bildete zugleich das große Finale einer imposanten Feuershow der Societas Dragonis, die am Rande des Cristallerieweihers ihre Zuschauer ebenfalls zu begeistern wusste. Der bunte Raketenzauber am inzwischen trockenen Wadgasser Abendhimmel bildete den markanten Schlusspunkt des ersten Joormarkt-Tages. Zahlreiche mittelalterliche Händler, Gaukler, Musikanten und Zauberer mühten sich beim vierten historischen Wadgasser Jòòrmarkt nach Kräften, die Besucher bei Laune zu halten. Die Trockenperiode am Nachmittag ließ das Marktgeschehen einmal kurz auflodern, bevor Regen die Besucher wieder in die Geschäfte oder in ihre Autos vertrieb. Kalibo, Wegelagerer und Zauberkünstler, versuchte mit seinen mittelalterlichen Mitstreitern zwar alles, die Besucher bei Laune zu halten, aber über eine lange Zeit blieb der Betrieb in den Einkaufsgassen des Outletcenters überschaubar. Aber selbst wenn der ganz große Besucherandrang ausblieb, der vierte Jòòmarkt war ein Erfolg.