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Linke und Piraten wollen anonymisierte Bewerbungen

Linke und Piraten wollen anonymisierte Bewerbungen

Nach den Piraten haben nun auch die Linken ihre Forderungen nach anonymisierten Bewerbungen im öffentlichen Dienst erneuert. Einen Anlass dazu sah der Fraktionsvorsitzende der Linken-Fraktion im Gemeinderat Wadgassen , Andreas Neumann, in der Kandidatur des Bürgermeisters von Saarwellingen, Mike Philippi, als Geschäftsführer beim Entsorgungsverband EVS.

"Die Ausschreibung ist die Travestie eines solchen Prozesses, wenn schon im Vorfeld feststeht, dass der Nachfolger SPD-Mitglied sein muss. Seit wann produziert ein Parteibuch Qualität?" kritzsierte Neumann gestern. "Solche Pseudobewerbungen gehören in ein Feudalsystem, aber doch nicht in einen Entsorgungsverband, einen Dienstleister, dessen Zeche der Bürger zahlt. Hier gehören neutrale, sprich anonymisierte, Bewerbungen auf den Tisch, und belastbare Qualifikationsnachweise der Bewerber müssen letztlich den Ausschlag gegeben. Dass hierzu kein Parteibuch gehören kann, sollte eine Selbstverständlichkeit darstellen."

Das "aktuelle Postengeschachere zwischen CDU und SPD ist eine unerträgliche Zumutung. Die Bürger zahlen diese Delux-Pralinen, die man sich hier gegenseitig zusteckt." Neumann bezweifelt die "Notwendigkeit einer Doppelbesetzung des Geschäftsführerpostens des EVS mit Georg Jungmann (CDU ) und Michael Philippi (SPD )".