1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Wadgassen

Kommentar zu Wadgassen: Es wäre fast perfekt gewesen

Meinung : Es wäre fast perfekt gewesen

Schrumpfende Fußballvereine, dennoch überstrapazierte und sanierungsbedürftige Rasenplätze: Das kann eine Gemeinde einfach laufen lassen – oder sie repariert, was sich reparieren lässt. Wadgassens Bürgermeister Sebastian Greiber fasste die Problematik lieber als Gestaltungsaufgabe auf und entwarf mit seinen Fachleuten ein Konzept, das den Wadgasser Jugendfußball attraktiver machen soll.

Das kann funktionieren. Denn das Konzept balanciert in der hoch sensiblen Szene der örtlichen Sportvereine die individuelle Identität der einzelnen Vereine und die gemeinsame Identität aller ganz gut aus. Das liegt daran, dass die Freilufthalle eine echte Attraktion für alle werden kann, zugleich aber die Rasenplätze der örtlichen Vereine erhalten bleiben und sich erholen können. SPD-Fraktionschef Jürgen Fäh hat  Recht: Der Dreh des Sportplatzkonzeptes in Wadgassen liegt darin, aus einer Zwangslage heraus zu gestalten.

Das alles sieht auch die CDU, ihre Weigerung, der Abstimmung im Rat trotzdem fernzubleiben, weil keine Zahlen schriftlich vorlagen, war aber nicht unbegründet. Greibers Einwand, er habe doch schon alles mehrfach gesagt, und die Zahlen zum Finanzierungskonzept seien sowieso nur „grob“, und jetzt werde ja auch nicht über Kosten abgestimmt: alles richtig. Dennoch, dem Rat als dem Entscheider hätte er zwei Tage vor der Sitzung die (paar groben) Zahlen schriftlich vorlegen sollen.