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Jahresrückblick Gemeinde Wadgassen 2018

Rückblick 2019 : Blasmusik-Glück und Friedhofs-Ärger

Im Januar 2018 kritisierte Wadgassens Bürgermeister Sebastian Greiber die Landesregierung. Sie wälze Kosten für Polizeieinsätze auf die Kommunen ab. Beispielsweise, indem sich die Polizei bei der Verkehrsüberwachung aus den Kommunen zurückgezogen habe.

Dadurch habe die Gemeinde die kommunalen Radarmessungen in den vergangenen drei Jahren verdoppeln müssen. Greiber wollte prüfen, ob die Gemeinde Kosten in Rechnung stellen könne.

Anfang Mai lud der Motorrad-Veteranen-Club Wadgassen-Bous zum 20. saarländischen Zweirad- und Teilemarkt ein. Die Veranstaltung erfolgte im neuen Clubheim nahe Outletcenter. Zum vierten Mal ging Ende Mai das Abtei-Race zur Saison­eröffnung des Wadgasser Parkbades an den Start. Der Laufspaß mit Tanzen, Laser- und Bogenschießen forderte seine Akteure, unter anderen beim Jedermannslauf sowie Staffelwettbewerb. Das DRK Differten eröffnete Anfang Juni einen Garten für Demenzkranke. Dieser „Garten Vergissmeinnicht“ entstand dank Zuwendungen des Landes, des LEADER-Programms der Europäischen Union sowie des EU-Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und von Sponsoren. Einige Tage später verhagelte ein heftiges Gewitter das vierte Open-Air im Parkbad. Ende Mai fasste der Gemeinderat einen umstrittenen Beschluss. Nachdem bis dahin nur Anwohner einer Straße, in der gebaut wurde, an den Ausbaukosten beteiligen mussten, gab es nun wiederkehrende Beiträge. Damit sollen über Grundstückseigentümer 65 Prozent der Investitionskosten für Straßen, Wege und Beleuchtung abgedeckt werden.

Mitte Juli traf sich die Blasmusik-Elite in Wadgassen. Die Weltorganisation IGEB lud die Öffentlichkeit zu Vorträgen und vier Konzerten ein. Zum Monatsende wurde in Differten, Werbeln und Friedrichweiler der Glasfaserausbau abgeschlossen. Damit bekamen rund 2000 Haushalte Anschluss an das schnelle Internet. Im August stellte die Gemeinde neue Geschwindigkeitstafeln nahe der Grundschulen in den Ortsteilen Hostenbach, Schaffhausen und Differten auf. Im selben Monat meldete sich das Bündnis „Plattform Mobilität SaarLorLux“ zu Wort. Es will die Bisttalbahnstrecke wieder reaktivieren. Dort fährt seit zwei Jahren kein Zug mehr, schon 1992 wurde der Personenverkehr auf der Strecke Völklingen – Überherrn eingestellt.

Anfang September feierte der Wildpark Differten seinen 50. Geburtstag. Für die Zukunft sind weitere Attraktionen geplant. Mitte September stellte das Planungsbüro Kern im Abteihof das Gemeindeentwicklungskonzept, GEKO, für Wadgassen vor. Darin geht es um Leitlinien für die nächsten 15 Jahre. Projekte, die im GEKO enthalten sind, haben Chancen auf Fördermittel des Landes. Sieben Fahrzeuge kollidierten Anfang Oktober auf der A 620 wegen eines Staus an einer Baustelle zwischen Wadgassen und Wehrden in Fahrtrichtung Saarbrücken. Fünf Menschen wurden leicht verletzt. Die Autobahn war für die Dauer der Bergungsarbeiten in Fahrtrichtung Saarbrücken bis in die Abendstunden voll gesperrt.

Nach 50 Jahren Betriebszeit wurden ab Mitte Oktober die beiden Kammern des Wasserhochbehälters im Wadgasser Wald saniert. Jede der Kammern fasst je 1000 Kubikmeter Wasser. An die Opfer des NS-Regimes erinnert seit Ende Oktober ein Mahnmal auf dem Spurker Friedhof. Im Zentrum steht eine 5,5 Meter hohe und zwei Meter breite Stele aus Cortenstahl. Eine Seite ist den Deportierten, Ermordeten und Vertriebenen aus der Gemeinde gewidmet. Die andere erinnert an die Zwangsarbeiter in Wadgassen. Das Mahnmal ist eine Arbeit des Fraulauterner Bildhauers Wilhelm-Michael Kasakow.

Gegen Mitte November stand im Raum, dass eine chinesische Firma das Wadgasser Anlagen-Werk des dänischen Konzerns FLSmidth kaufen wolle. Der Verkauf des ehemals als Firma Koch bekannten Unternehmens sei noch in Vorbereitung. Sein 3000. Mitglied begrüßte der Förderverein ambulanter Kranken-, Alten- und Familienpflege Ende November in Wadgassen. Er unterstützt unter anderen die Caritas-Sozialstation Wadgassen. Im selben Monat bekam die Differter Feuerwehr ein neues Mehrzweckfahrzeug für rund 138 500 Euro, bei 30 Prozent Fördermitteln.

Eine politische App namens Maja bietet die Wadgasser CDU seit Anfang Dezember fürs Smartphone an. Absicht ist die schnelle Kommunikation von Bürgern mit Kommunalpolitikern der Partei. Friedhofsbesucher ärgerten sich Ende des Jahres über einen Betonmast mitten auf dem Differter Friedhof. Nachdem der alte Strommast umgesetzt worden war, steht der neue in einer Ecke des Friedhofs, da es keine andere geeignete Stelle gegeben hatte.