Große Kaliber zum Vereinsjubiläum

Schaffhausen · Mit Druckluft ins Schwarze der Zielscheibe. Das gehört zum sportlichen Teil des Schaffhausener Schützenvereins „Freischütz“. Der feiert am Sonntag mit großem Programm sein 50-jähriges Bestehen.

 Der Schaffhausener Schützenverein „Freischütz“ mit Vereinsuniform und Fahne bei einem ihrer Festumzüge. Foto: Verein

Der Schaffhausener Schützenverein „Freischütz“ mit Vereinsuniform und Fahne bei einem ihrer Festumzüge. Foto: Verein

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Die Gründung des Schaffhausener Schützenvereins "Freischütz" erfolgte am 7. Juni 1965 im Gasthaus Gebert. Angeregt dazu hatte Dieter Niemeyer, der auch gleich zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Weitere Gründungsmitglieder waren Peter Brixius, Friedel und Ursula Asche, Kurt Becker, Gerhard Osbild und Horst Motsch. Es begann dann mit fünf Ständen für Luftdruckwaffen im ehemaligen Gasthaus Warndtschenke am Werbelner Marktplatz. Aus Platzgründen fand zwei Jahre später der Umzug ins Gasthaus Sauder in Schaffhausen statt.

Etliche Jahre danach war der Schießstand vorübergehend nicht mehr nutzbar. Die Schaffhausener Schützen trainierten bei den Kollegen in Wadgassen. Als es 1981 im Gasthaus Sauder weiterging, waren nur noch 65 Mitglieder da. Doch die brachten den Verein wieder ins Laufen. 1987 kamen neue Uniformen, 1993 wurde die Fahne geweiht.

"Wir haben derzeit etwa 130 Mitglieder", sagte Hans-Josef Simon, erster Vorsitzender, im heutigen Schützenhaus. Simon ist einer von bislang rund einem halben Dutzend Vereinsvorsitzenden. Die schallgedämpfte Halle steht auf dem Schaffhausener Sportplatz, wurde ab 2008 errichtet und 2009 bezogen. Darin stecke viel Eigenarbeit, erzählte Simon. Sie besteht aus Vereinsräumen sowie zwölf Ständen für Druckluftwaffen mit einer Distanz von zehn Metern. Mit der Kleinkaliber-Sportpistole werde in Hülzweiler geschossen, wegen der größeren Distanz.

Werden Zwischenwand und Stände beiseite geschoben, ist das Gebäude fast schon eine Festhalle. "Wir feiern hier auch unsere Vereinsfeste", sagte Simon. Denn neben dem Sportlichen gehe es um Geselligkeit und Traditionspflege sowie Beteiligung am kulturellen Ortsgeschehen.

Stolz sind sie darauf, dass Schaffhausener Schützen in den 1990er Jahren dreimal das Saarland beim Bundeskönigsschießen vertreten haben. Eine Besonderheit des "Freischütz" sind die kunstvollen und lautstarken Böller. Für alles seien Lehrgänge nötig, erklärt Simon. Auch die Aufsicht sei fachlich ausgebildet.

Innovativ zeigte sich der Verein in diesem Jahr mit einem Spaß-Biathlon im Parkbad. "Das setzen wir nächstes Jahr fort", sagte Simon. Nach einigen eher durchwachsenen Jahren kehrten die Erfolge zurück. Im Seniorenbereich nehmen Vereinsmitglieder an der Deutschen Meisterschaft teil. Seit diesem Jahr ist "Freischütz" wieder mit zwei Mannschaften in der Landesliga vertreten, mit zwei weiteren in der Bezirksklasse.

Das 50-jährige Jubiläum beginnt am Sonntag, 9. August, 10.30 Uhr, mit einer Hubertusmesse in der Pfarrkirche Schaffhausen . Ein Umzug führt zur weiteren Feier im Schützenhaus auf dem Sportplatz.

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