Groß und Klein meistern Konzert

Hostenbach · Mütter, Väter, Großeltern und Geschwister – alle waren gekommen, um den kleinen und jugendlichen Mitgliedern des Orchestervereins Wadgassen Schützenhilfe zu geben. Ganz aufgeregt liefen sie mit ihren Notenblättern durch den großen Saal der Glückaufhalle, die bis auf den letzten Platz besetzt war.

 Das Große Blasorchester begeisterte beim Neujahrskonzert des Orchestervereins Wadgassen. Foto: Orchesterverein

Das Große Blasorchester begeisterte beim Neujahrskonzert des Orchestervereins Wadgassen. Foto: Orchesterverein

Foto: Orchesterverein

"Der Orchesterverein schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück", sagte Vereinsvorsitzender Norbert Roth in seiner Eingangsrede und hob hervor, dass dank intensiver Probenarbeit "ausgezeichnete Ergebnisse" bei den Wertungsspielen des Bundes Saarländischer Musikvereine im November erzielt worden seien. Die Jugend hatte zum dritten Mal den Robert-Klein-Preis eingespielt.

Zum Neujahrskonzert, das traditionell Mitte Januar stattfindet und zugleich auch das Jahreskonzert ist, präsentierten sich die beiden Schülerorchester sowie das Große Blasorchester des Vereins und beeindruckten gleichermaßen durch saubere Intonation, gute Technik und ein anspruchsvolles Repertoire. Während die Sieben- bis Zwölfjährigen, 30 an der Zahl, unter der Leitung ihrer jungen Dirigentin, der Musikstudentin Anna Nicolay, noch etwas bedächtig, jedoch sauber und sehr engagiert musizierten, beispielsweise Walzermelodien von Strauss spielten, zeigte sich das mit 65 Mitgliedern starke Schülerorchester 1 unter der Leitung von Björn Jakobs schon forscher. Einige dieser Jugendlichen spielen auch schon im Großen Bläserorchester, dem Holger Jakobs vorsteht. Spaß machte insbesondere das bekannte und schmissig vorgetragene Stück "Berliner Luft" von Paul Lincke , das aus den Reihen des Publikums mit Pfiffen unterstützt wurde.

Bestens geschult und vorbereitet zeigte sich ebenso das Große (sinfonisch besetzte) Blasorchester mit Schlagwerk und Kontrabass. 55 Instrumentalisten sorgten für einen harmonischen, vollen Sound. Holger Jakobs hatte mitunter schwierige Stücke eingeprobt wie "Arcus" des erst 30-jährigen Komponisten Thiemo Kraas, von denen einige Musiker nicht gleich begeistert waren, wie Martha Schmitt verriet. Sie hatte die Moderation übernommen.

Die Fantasie "Arcus" erzählt in verschiedenen Tempi, Rhythmen und Stilen, wobei sich Musik der Romantik mit Einflüssen aus Jazz und Funk vermischt, vom abenteuerlichen Tagtraum über einem Regenbogen, dessen Farbenspektrum hervorragend interpretiert wurde. Enthusiastisch erklatschten die Konzertbesucher zwei Zugaben: eine Polka und - wie könnte es anders sein - den Radetzkymarsch.