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Gelebte Inklusion und kulturelle Vielfalt

Dillingen/Schaffhausen. Gleich drei Schulen im Kreis wurden von der Villa Lessing Liberale Stiftung Saar mit dem diesjährigen Toleranz-Preis ausgezeichnet. Beachtlich, zumal der Preis saarlandweit nur an drei Projekte verliehen wird. Marc Prams

Für vorbildliche, Toleranz vermittelnde und tolerantes Denken fördernde Projekte und Verhaltensweise wurden gleich drei Schulen im Kreis von der Villa Lessing Liberale Stiftung Saar mit dem diesjährigen Toleranz-Preis ausgezeichnet. Zwei Schulen - die Grundschule Schaffhausen und die Außenstelle der Saarwellinger Waldschule in Schaffhausen - wurden für ihr gemeinsames Projekt "Circus Oriental" ausgezeichnet, bei dem Schüler mit geistiger Behinderung der Waldschule und Grundschüler eine dreistündige Zirkusaufführung auf die Beine gestellt hatten.

"Die Grundschule hatte uns angefragt, ob wir das Projekt gemeinsam verwirklichen wollen, da auf unserem Schulgelände ausreichend Platz für ein Zirkuszelt ist", sagt Jens Annawald, Konrektor der Waldschule, der von der Idee sofort begeistert war. Das sei gelebte Inklusion, von der alle Teilnehmer profitiert hätten: die Schüler , die Lehrer und die Eltern. Fünf Tage übten die Schüler gemeinsam Kunststücke, Zaubereien und artistische Darbietungen ein, die dann vor großem Publikum im Zelt des "Circus Oriental" aufgeführt wurden. Der Preis, sagt Annawald, sei eine tolle Anerkennung.

Dem schließt sich auch Ulrike Kremp, Konrektorin der Grundschule Hostenbach/Schaffhausen , an. Zweifel, ob die Schüler beider Schulen das Projekt problemlos umsetzen würden, seien schnell verwischt worden. "Schon nach einer halben Stunde war von Vorurteilen nichts mehr zu merken", sagt Kremp. Und das sei bis heute so geblieben. "Die Schüler spielen gemeinsam in Pausen. Da gibt es keinerlei Vorbehalte mehr." Nach dem großen Erfolg des Projekts sollen weitere folgen. Angedacht sind ein gemeinsames Schulfest und ein gemeinsamer Wandertag. Das Preisgeld von 1500 Euro teilen sich die Schulen, wobei sich auch der "Circus Oriental" über 300 Euro freuen darf.

Große Freude herrschte auch beim Technisch-Wissenschaftlichen Gymnasium Dillingen, wo das Theaterprojekt "Echt, tolerant?!" den Toleranzpreis erhielt. 17 Schüler der Klassenstufen 10 und 11 beschäftigten sich dabei während einer Projektwoche im vergangenen Jahr zum Thema Diversität mit dem Aspekt der gesellschaftlichen Vielfalt in Deutschland - und schließlich mit der Frage: Wie tolerant ist unsere Gesellschaft wirklich? Ziel war es, die Schüler für die Erscheinungsformen sozialer und kultureller Vielfalt in Deutschland zu sensibilisieren. In verschiedenen Theaterszenen setzten sie sich mit Themen wie Rassismus, Diskriminierung und Mobbing auseinander und erhielten dafür bei der Aufführung nicht nur viel Applaus, sondern jetzt auch den Toleranzpreis. Michael Müller , einer der Lehrer, die das Projekt begleiteten, freut sich sehr über die Auszeichnung. "Sich gegen Vorurteile und Diskriminierung zu erheben, Toleranz zu leben, ist gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je", betont er. Wie die 1500 Euro investiert werden, steht noch nicht fest, aber die Idee, ein Toleranzfest zu feiern, könne damit umgesetzt werden.

Der Toleranzpreis wird jährlich für drei Schulprojekte verliehen. Dritter Preisträger für das Schuljahr 2013/14 ist die Ganztagsgesamtschule in Neunkirchen.