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Fußball-Verbandsliga: Schaffhausen setzt auf personelle Kontinuität

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Verbandsliga : Schaffhausen ist nicht fündig geworden

Nach einer herausragenden Premieren-Saison in der Fußball-Verbandsliga gab es beim SSC Schaffhausen in der Sommerpause weder Zu- noch Abgänge. Dabei hätte der Verein gerne einen oder zwei Spieler geholt. Der Trainer rechnet mit einer schweren Saison.

Aufsteiger SSC Schaffhausen war eine der positiven Überraschungen in der Fußball-Verbandsliga Süd/West. Das Team, das schon mit dem Durchmarsch von der Bezirks- in die Verbandsliga zuvor für ordentlich Furore gesorgt hatte, lehrte auch in der neuen Liga viele Gegner das Fürchten.

Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs wegen der Corona-Pandemie lag die Mannschaft des im Sommer 2019 verpflichteten Spielertrainers Mischa Theobald sensationell auf Tabellen-Rang vier. „Damit war ich natürlich nicht unzufrieden. Wenn mir das vor der Runde jemand gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben“, erklärt der 30-Jährige, der auch in der Spielzeit 2020/21 für die sportlichen Geschicke des SSC verantwortlich sein wird, strahlend.

Nicht nur der Trainer bleibt in Schaffhausen – auch alle Spieler des Verbandsliga-Teams sind mit dabei, wenn der Ball ab Anfang September wieder in Punktspielen rollt. „Nachdem schon frühzeitig klar war, dass alle bleiben, sind wir auch nicht groß auf die Suche nach Neuzugängen gegangen“, berichtet Theobald. „Wir hätten zwar noch gerne ein bis zwei Spieler verpflichtet, wollten aber nur Leute holen, die uns sportlich weitergebracht hätten. Das ist trotz einigen Gesprächen allerdings nicht gelungen.“

Deshalb entschied sich der Verein, ganz ohne Neuzugänge in die kommende Runde zu gehen: „Einfach jemanden holen, bei dem es vielleicht nicht zu hundert Prozent gepasst hätte, wollten wir auch nicht“, stellt Theobald klar. Denn auf das aktuelle Team konnte sich der Verein in der jüngeren Vergangenheit stets verlassen – zudem war es sportlich erfolgreich.

Theobald warnt nun aber vor allzu hohen Erwartungen an die neue Spielzeit. „Man sagt ja immer, dass für einen Aufsteiger die zweite Saison schwerer ist als die erste – und ich denke, das wird auch bei uns so sein“, erklärt der ehemalige Oberliga-Spieler. „Ich denke, vergangene Runde hat uns der ein oder andere Gegner noch unterschätzt, das wird jetzt wohl nicht mehr der Fall sein. Deshalb ist mein Ziel der Ligaverbleib.“

Seit dem 6. Juli wird beim SSC wieder trainiert. „Zunächst haben wir zwei Einheiten pro Woche absolviert, einfach um wieder rein zu finden. Der eigentliche Trainingsstart war am 27. Juli“, berichtet der Übungsleiter. Die Vorbereitung wird dabei etwas anders als gewöhnlich verlaufen – aus zwei Gründen. Der erste: „Nach der langen Pause wird sicher die Belastungssteuerung ganz wichtig sein“, findet der Trainer. „Deshalb gibt es zwischendurch auch eine Pause, um die Müdigkeit aus den Beinen zu bekommen. Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass die Saison wie geplant am 6. September startet“, ergänzt Theobald.

Der zweite Grund, warum es beim SSC keine ganz normale Vorbereitung wird, ist die Platz-Problematik. Der Zustand des Rasens bereitet dem Verein derzeit Sorgen. „An manchen Stellen ist er verbrannt, an anderen total weich“, berichtet Theobald. Warum das Geläuf des Verbandsligisten aktuell nahezu nicht bespielbar ist, ist den Verantwortlichen aktuell noch ein Rätsel. „Wir hatten zunächst einen Wasserrohrbruch vermutet, aber das ist es nicht“, erklärt Theobald. Das Auftakttraining fand deshalb beim benachbarten VfB Differten statt.