1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Wadgassen

Fußball: Dem Trainer des SV Friedrichweiler juckt es in den Füßen

Fußball : Scherer fiebert dem Wiederbeginn entgegen

Janosch Scherer, Spielertrainer beim Fußball-Landesligist SV Friedrichweiler scharrt mit den Hufen und hofft, dass er diese Saison noch mal spielen darf. Sollte dies nicht gehen, kann er dies aber nächste Saison tun: Er hat seinen Vertrag verlängert.

Es juckt in den Füßen: Nur allzu gerne würde der ehemalige Saarlandligaspieler Janosch Scherer, aktuell Spielertrainer beim Fußball-Landesligisten SV Friedrichweiler, mal wieder eine Kugel am Fuß haben. „Ich habe Lust auf Fußball, und mir fehlen im Moment das Training, die Spieler aber auch das Miteinander im Clubheim. Also alles, was so zum Amateur-Fußball gehört“, klagt der aufgrund der Corona-Pandemie sportlich zur Untätigkeit gezwungene 31-Jährige.

Scherer hofft, dass – trotz der Verlängerung des Lockdowns – die momentan unterbrochene Spielzeit in den kommenden Wochen noch einmal aufgenommen wird. „Es ist zwar schwer einzuschätzen, ob es noch einmal geht, aber ich bin Optimist“, sagt der Spielertrainer. „Zumal der Verband und die Vereine ja auch wieder spielen wollen.“

Sollte es diese Saison nichts mehr mit Pflichtspielen werden, dann hat Scherer aber zumindest die Gewissheit, dass er auch kommende Runde für seinen derzeitigen Verein als Spielertrainer auf dem Platz stehen wird. „Ich habe meinen Vertrag bereits im Oktober verlängert“, verrät der 31-Jährige, der beim Landesligisten seit Sommer 2019 im Amt ist.

Neben Scherer hat der Club auch Jörg Hein, den Trainer der zweiten Mannschaft (Tabellenzweiter der Kreisliga A Prims), weiter an sich gebunden. „Es gab für uns überhaupt keinen Grund, mit den Trainern nicht zu verlängern“, sagt der SV-Vorsitzende Norbert Spindler.„Wir sind mit beiden sehr zufrieden. Die Tabellensituation und das Miteinander sind gut. Zudem waren die Rückmeldungen aus der Mannschaft zu beiden Übungsleitern sehr positiv.“ Zudem hätten auch alle Spieler der ersten und zweiten Mannschaft schon für die neue Runde zugesagt, ergänzt der Vorsitzende.

Trainer Scherer erklärt: „Ich fühle mich wohl und habe letzte Saison auch viel Zeit investiert, um das Team zusammenzuhalten und zu verstärken. Da würde es ja wenig Sinn machen, wenn ich nach sechs Spielen in dieser Saison sagen würde, ich mache nicht weiter. Zudem bin ich mit dem Team sehr zufrieden.“

Zur Winterpause liegt der SV mit elf Punkten aus sechs Begegnungen auf dem vierten Platz der Landesliga West. Der Rückstand auf den SV Wallerfangen auf Rang zwei (berechtigt zur Teilnahme an einem Aufstiegsspiel zur Verbandsliga Süd/West, falls die Saison zu noch einmal aufgenommen wird) beträgt nur drei Punkte. „Ich hoffe, dass es für uns noch etwas nach vorne geht. Wir würden, wenn wieder gespielt wird, noch gegen alle drei Teams, die vor uns stehen, spielen“, sagt der Trainer.

In der Favoritenrolle für Plätze in der Tabellenregion ganz vorne sieht der 31-Jährige sein Team aber nicht – weil dafür ein entscheidendes Element nicht vorhanden ist. „Uns fehlt jemand, der vorne regelmäßig das Tor trifft“, analysiert der Übungsleiter. „Mit einem Top-Mann im Sturm, wie ihn andere Teams haben, könnten wir ganz vorne mitspielen“, ist sich der 31-Jährige sicher.

Deshalb ist der SV-Trainer derzeit auch auf der Suche nach einem solchen Angreifer. Das ist aber nicht ganz einfach. „Jemand, der dir in der Landesliga 30 Tore schießt, ist im ganzen Saarland bekannt und bei höherklassigen Clubs begehrt. So jemanden können wir unter normalen Umständen nicht nach Friedrichweiler holen“, erklärt Scherer.

Deshalb hat er sein Suchraster etwas verändert: „Es gibt zwei Optionen: Entweder ich versuche einen alten Weggefährten von mir für einen Wechsel zu begeistern, oder wir versuchen, einen jungen Stürmer zu holen, der vielleicht ein Glücksgriff wird.“