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„Für uns wurde ein Traum wahr“

Das ist die neue DRK-Begegnungsstätte in Differten im früheren Pfarrheim. Fotos: Rolf Ruppenthal
Das ist die neue DRK-Begegnungsstätte in Differten im früheren Pfarrheim. Fotos: Rolf Ruppenthal
Differten. Das Differter DRK lädt am Samstag und am Sonntag die Bürger zu einem Fest ein, mit dem es die neue DRK-Begegnungsstätte eröffnet. Der Ortsverein hat in drei Jahren das alte Pfarrheim zu einem hellen, sehr ansprechenden Treffpunkt umgebaut. DRK-Vorsitzender Alfred Feit berichtet SZ-Redakteur Johannes Werres, was dort geschehen soll.

Herr Feit, Sie eröffnen am Wochenende die DRK-Begegnungsstätte in Differten. Welchen Treffpunkt ersetzt sie?



Feit: Als eigene DRK-Begegnungsstätte ist dieses Haus neu und ersetzt keinen Vorgänger. Wir haben allerdings früher das Gemeindehaus benutzt, bis es abgerissen wurde. Danach hatten wir provisorisch ein Ladenlokal, und jetzt haben wir das leer stehende Pfarrhaus gekauft und umgebaut. Das war für uns ein Traum, der wahr wurde.

Was hat der Traum gekostet?

Feit: Am Ende wird es wohl an die 400 000 Euro kommen, inklusive Erwerb der Immobilie. Etwa ein Drittel hat mit 130 000 Euro das Deutsche Hilfswerk beigesteuert, das ist die Deutsche Fernsehlotterie. Sie lässt übrigens hier auch einen der kleinen Spots drehen, die abends im Fernsehen laufen. 75 000 Euro kamen von der Gemeinde, es gab einige kleinere Spenden von Privatleuten oder vom Obst- und Gartenbauverein, der sich aufgelöst hat. Und wir haben Eigenmittel und ganz erhebliche Eigenleistungen eingebracht.

Was steckt in der Begegnungsstätte?



Feit: Zwei große Räume, Küche, behindertengerechte Sanitäranlagen, im Keller ein Bereitschaftsraum, in dem Platz ist, ein großer Raum für das Jugendrotkreuz .

Was soll dort stattfinden?

Feit: Wir möchten, dass jeden Tag Leben drin ist. Der eine große Raum dient als Treffpunkt für das neue Café Vergissmeinnicht, das Café für demenzkranke Menschen mit acht gut ausgebildeten Ehrenamtlichen. Da ist übrigens noch Platz. Im größeren der beiden Räume findet schon jetzt Frauengymnastik mit 80 Frauen in drei Gruppen statt. Schulungen werden hier stattfinden, Kurse für Krankenpflege in der Familie. Solche Angebote bauen wir jetzt sukzessive aus. Wir können uns hier allgemeine Kaffeenachmittage vorstellen oder ein Mittagstisch für alleinstehende ältere Menschen. Und wir wollen das Jugendrotkreuz wieder ankurbeln. Wir haben im Augenblick keins mehr, das liegt an der dreijährigen Umbauphase. Aber das Jugendrotkreuz ist ungeheuer wichtig. Es geht nicht ohne.

Wer organisiert denn das tägliche Leben in dem Haus?

Feit: Wir bauen hier ausschließlich auf das Ehrenamt. Wir beschäftigen keine Mitarbeiter, auch keine 450-Euro-Kräfte. Das Ehrenamt ist die Säule.

Gibt es in der Gemeinde Wadgassen ähnliche Häuser?

Feit: In der Gemeinde gibt es keins. Es gibt überhaupt wenige Rotkreuz-Vereine im Kreisverband, die ihr eigenes Haus haben. Saarwellingen, Dillingen, Diefflen. Das ist also schon was Besonderes.

Alfred Feit
Alfred Feit
Der letzte Schliff in einem der beiden großen Räume.
Der letzte Schliff in einem der beiden großen Räume.