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FBI-Mitglieder gehören doch zur Linken

FBI-Mitglieder gehören doch zur Linken

Wadgassen. Die Linke kam bei den letzten Kommunalwahlen als drittgrößte Fraktion nach SPD (13 Sitze) und CDU (12) in den Wadgasser Gemeinderat. Doch sofort verkrachten sich drei Fraktionsmitglieder mit dem vierten, dem Spitzenkandidaten Stephan Schneider. Die drei waren vor einem Jahr nach eigenen Angaben aus der Linken aus- und wieder eingetreten

Wadgassen. Die Linke kam bei den letzten Kommunalwahlen als drittgrößte Fraktion nach SPD (13 Sitze) und CDU (12) in den Wadgasser Gemeinderat. Doch sofort verkrachten sich drei Fraktionsmitglieder mit dem vierten, dem Spitzenkandidaten Stephan Schneider. Die drei waren vor einem Jahr nach eigenen Angaben aus der Linken aus- und wieder eingetreten. Ihre Mitgliedschaft hatten sie seitdem aber als verwehrt erlebt. Sie nennen sich nicht Linksfraktion, sondern "Fraktion Bürgerinitiative (FBI)". Jetzt gingen sie die Landesschiedskommission (LSK) mit einem Antrag gegen Schneider und den Kreisvorsitzenden Wolfgang Schumacher an. Die LSK befand, man habe ja regelmäßig Beiträge bezahlt und gehöre daher der Partei Die Linke an. Mit Schneider solle man sich einig werden, gab die LSK den drei Wadgasser Linken Markus Wannenmacher (FBI-Fraktionschef), Erika und Andreas Neumann, mit auf den Weg.Stephan Schneider reagierte empört und kündigte spontan seinen Austritt aus der Partei an. In einem geharnischten Brief an Landeschef Rolf Linsler rechnete er ab. "Die edlen Ziele sind nichts als Augenwischerei und Selbstbetrug." Es gehe um Zank, Neid und "stümperhafte Verwaltungsarbeit". Offenbar aber war das noch nicht das letzte Wort. Jetzt sagte Schneider auf Anfrage: "Die Mitgliedschaft in der Linken besteht beziehungsweise wird sicher bald im Rahmen eines Schiedsverfahrens wieder geklärt." Schneider bleibt auf jeden Fall im Wadgasser Gemeinderat. "Ich werde weiterhin versuchen, mit dem Grünen Karsten Merschjan eine Fraktion zu gründen. Das ist die einzig realistische Alternative." Trotz Schiedsspruch und Terminanfrage habe kein Gespräch mit Wannenmacher "angebahnt werden können". Eine gütliche Einigung mit der Fraktion sei daher nicht möglich gewesen. we