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Eine grenzenlose Miss Hochwald "Das Selbstbewusstsein ist ungeheuer gewachsen"

Eine grenzenlose Miss Hochwald "Das Selbstbewusstsein ist ungeheuer gewachsen"

Weiskirchen. Nathalie Masson aus Bouzonville ist die neue Miss Hochwald. Am Sonntagabend setzte sich die Studentin mit doppelter Staatsbürgerschaft bei der Schönheitskonkurrenz im Rahmen des Weiskircher Kurparkfestes durch

Weiskirchen. Nathalie Masson aus Bouzonville ist die neue Miss Hochwald. Am Sonntagabend setzte sich die Studentin mit doppelter Staatsbürgerschaft bei der Schönheitskonkurrenz im Rahmen des Weiskircher Kurparkfestes durch. 13 junge Damen aus Saarbrücken, Dillingen, Püttlingen, Bexbach, Polch, Ramstein, Wadgassen, Kleinblittersdorf und Bouzonville stellten sich dem großen Publikum, zunächst im "kleinen Schwarzen", mehr oder weniger dekolletiert, gebräunt, aber alle frei von Piercings und Tattoos. Noch ein bisschen schüchtern traten die jungen Damen zwischen 17 und 23 Jahren vor die Jury. In der saßen Ortsvorsteherin Ingrid Wilkin, Ruth Weber-Breit von der Bel Etage des Parkhotels, Pastor Joachim Haupenthal, Bürgermeister Werner Hero, Kurdirektor Michael Diversy und als Ehrengast Anna Maria Meineke, Miss Hochwald 2009, allerdings nicht stimmberechtigt. Im schneeweißen Anzug moderierte gekonnt Thomas Fried von der Miss Germany Corporation.

Kein Zickenkrieg

Aus den vergangenen drei Miss-Wahlen in Weiskirchen sei zwei Mal die spätere Miss Saarland hervorgegangen, war zu erfahren. Am Sonntag hatte die Jury zwei Durchgänge zu benoten. Warum sind Sie bei diesem Wettbewerb? Wann fängt für Sie der Abend an? Was sind Ihre Hobbys, welche Ihre Urlaubsziele? Aber auch nach der Berufswahl wurde gefragt, und danach, wie es während des Wettbewerbs in der Garderobe zugeht. Gibt es Zickenkrieg? "Nein. Im Gegenteil. Wir helfen uns gegenseitig", kommt glaubhaft von den jungen Damen.

Der Moderator aus Losheim blieb fair. Er beherrschte sein Hochdeutsch, die jungen Damen ihre Stöckelschuhe. Paarweise treten sie an. Franziska Timm aus Dillingen hat die 13 gezogen. Sie muss allein antreten. "Macht Dich das nervös? Bist du abergläubisch?" fragt Moderator Fried. "Nein. keine Spur", kommt die selbstbewusste Antwort der 17-jährigen Schülerin mit den Hobbys Reiten, Tennis und Shoppen. Drei der jungen Damen besitzen eigene Reitpferde. Wie das zu bezahlen sei, will die Jury wissen. "Die Anschaffung eines Pferdes ist eigentlich garnicht so teuer", sagt Sina Grimm aus Saarbrücken. "Was ins Geld geht, ist der Unterhalt."

Die Haare sollen fliegen

Was bei den jungen Damen ein bisschen wirkt wie ein Tic nerveux, ist in Wahrheit ein Kopfschlenker, abgeguckt von den Casting-Shows von Heidi Klum. Die Haare sollen fliegen. Keine dummen Fragen, also auch keine dummen Antworten. Der zweite Durchgang läuft in roten Bademoden. Die sexy jungen Frauen sehen alle gut aus, und sie wissen das. Sie stehen zu Recht auf der Bühne. Die Jury fällt knappe Urteile, dennoch eindeutige. Miss Hochwald 2010 ist die 21-jährige Studentin Nathalie Masson aus Bouzonville. Sie studiert in Saarbrücken und besitzt die doppelte Staatsangehörigkeit. Gerade hat sie ihren Bachelor geschafft und arbeitet jetzt am Master. Ihre Freizeit gehört dem Sport. Vielleicht war ihre deutsch-französische Redegewandheit für den Jury-Entscheid maßgebend. "Jetzt sind Semesterferien", sagt Nathalie Masson, "da kommt der Wettbewerb genau richtig." Anna Maria Meineke wünscht ihrer Nachfolgerin "genau so viel Spaß, wie ich hatte". Den zweiten Platz schafft die 20-jährige künftige Industrie-Kauffrau Robin-Jessica Sanzo aus Saarbrücken. Ihr Hobby ist das Tanzen. Der zierlichen Frau gehören viele Sympathien auf dem Festplatz, "auch in der Jury", wie Bürgermeister Hero bestätigt. "Man kann es nicht allen recht machen", meint dazu Pastor Haupenthal.

Auf Platz drei landete die 18-jährige Giulia Möckel aus Ramstein-Miesenbach. fs

Wie war das Jahr als Miss Hochwald?

Anna-Maria Meineke: Ich hatte jede Menge Foto-Shootings für die Agentur Saar Models, überwiegend in größeren Modehäusern.

Sind Sie dabei aus dem Saarland heraus gekommen?

Meineke: Eigentlich nicht!

Hat sich das Jahr finanziell gelohnt?

Meineke: Nein. Aber es hat Spaß gemacht. Das Selbstbewusstsein ist ungeheuer gewachsen. Das ist der eigentliche Gewinn. Jetzt bewerbe ich mich um den Titel der Miss Saarland, und wenn das erfolgreich läuft, um die Krone der Miss Germany. Dort gibt es ganz andere Möglichkeiten wie etwa Auslandsreisen.

Wie sieht Ihre sonstige Zukunft abseits der Schönheitskonkurrenzen aus?

Meineke: Nebenberuflich würde ich gerne als Model arbeiten. Und wenn Abitur und die Maße 90 - 60 - 90 nicht allzu hinderlich sind, werde ich mich bei der Polizei bewerben. </bu_text></text>

 Anna Maria Meineke Foto: fs
Anna Maria Meineke Foto: fs