Dillinger Tierheim erhält mehr Geld

Dillinger Tierheim erhält mehr Geld

Der Gemeinderat hat bei seiner letzten Sitzung eine Neuausrichtung beim Bau von Windkraftanlagen beschlossen. Auch die Friedhofssatzung und die Abgaben an das Dillinger Tierheim wurden geändert.

Bislang könnten Windkraftanlagen laut Baugesetzbuch im gesamten Außenbereich der Gemeinde Wadgassen errichtet werden. Doch solche Projekte sollen nur dort entstehen, wo sie auch sinnvoll sind. Deshalb stimmte der Gemeinderat Wadgassen einstimmig für so genannte Konzentrationsflächen im Flächennutzungsplan. Die Verwaltung muss nun ein Planungsbüro mit den Arbeiten betrauen, zudem wird die Aufstellung des Bauleitplanes öffentlich gemacht.

Zwei Änderungen der Friedhofssatzung erfolgten ebenfalls einstimmig. Einmal ein Passus, wonach Grabsteine aus fairem Handel ohne ausbeuterische Kinderarbeit stammen sollen. Außerdem sind für Gewerbetreibende mit Niederlassung in einem anderen EU-Mitgliedsstaat oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens Ausweise erforderlich. Das bedeutet auch, dass solche Steinmetze, Bestatter und Gärtner laut EU-Recht ihre Tätigkeit auf einem Gemeinde-Friedhof bei der Verwaltung anzeigen müssen.

Einem satten Nachschlag für das Tierheim Dillingen stimmte der Rat geschlossen zu. 67 Cent pro Einwohner sind es derzeit, gegenüber bislang 13 Cent. Der höhere Beitrag sei notwendig, heißt es laut Sitzungsvorlage, um die Zahlungsunfähigkeit dieser 2012 neu erbauten Einrichtung zu vermeiden.

Denn die Kommunen sind für die Unterbringung von Fundtieren zuständig. Das erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit mit Tierschutzvereinen. Bei 67 Cent pro Einwohner ergeben sich für Wadgassen in diesem Jahr insgesamt 14 551,20 Euro. Da die Gemeinde bereits im Mai ihren ursprünglichen Jahresbeitrag von 2364,57 Euro gezahlt hat, waren jetzt noch 12 186,63 Euro zu beschließen.

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