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Die Tiere fühlen sich in den Wildgehegen rundum wohl

Die Tiere fühlen sich in den Wildgehegen rundum wohl

Saarwellingen/Differten. Den Tieren in den Wildparks von Saarwellingen und Differten geht es trotz Schnee richtig gut. Täglich werden sie mit reichlich artgerechtem Futter versorgt, wie die Wildpfleger erklären

Saarwellingen/Differten. Den Tieren in den Wildparks von Saarwellingen und Differten geht es trotz Schnee richtig gut. Täglich werden sie mit reichlich artgerechtem Futter versorgt, wie die Wildpfleger erklären. Die Betonung liegt hier auf artgerechtes Futter, was manche Spaziergänger nicht zu interessieren scheint, denn sie verfüttern Küchenabfälle und andere Lebensmittel, und bringen damit unter Umständen das Wild in Lebensgefahr.

Das Wildfreigehege in Saarwellingen ist sieben Hektar groß, der Wildpark im Differter Wald knapp vier Hektar. In beiden Gehegen sind Rot- und Damwild, Wildschafe, Ziegen und Wildschweine zu Hause, in Differten gibt es zudem noch Schottische Hochlandrinder, Greifvögel und - eine Besonderheit, wie Wildpfleger Frank Reinstädtler erklärte - Birkhühner. Auch die fühlen sich bei der kalten Witterung nicht unwohl, werden sie doch täglich mit einem Müsliteller verwöhnt. Körner, Apfelschalen und Möhrenscheiben werden ihnen frisch kredenzt. "Die Tiere kriegen bei uns, was sie brauchen", erklärte Reinstädtler.

Auch in Saarwellingen dürfen sich die Tiere rundum wohlfühlen. "Unser Wildpfleger ist jeden Morgen unterwegs, füllt die Futterstellen auf und schaut, ob alles in Ordnung ist", erklärte Revierförster Thomas Philipps. Andreas Kräuter verteilt Futter, Heu, Trockenfutter - alles, was zum Standardprogramm gehört. Hinzu kommt Kraftfutter, "aber in Maßen". Das soll dem Wild helfen, sein Gewicht zu halten.

Was den Wildpflegern allerdings große Sorgen bereitet, ist das Zufüttern, das heißt, Spaziergänger bringen Nahrungsmittel mit, im Glauben, den Tieren damit etwas Gutes zu tun. Küchenabfälle und Essensreste werden ins Gehege geworfen. Überall stehen Warnschilder, was jedoch die Besucher nicht zu interessieren scheint. "Es sind deshalb schon Tiere verendet", sagte Kräuter. Er und sein Differter Kollege appellieren an die Spaziergänger, keine Lebensmittel an die Tiere zu verfüttern.

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