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Damit die Wehr schlagkräftig bleibt

Damit die Wehr schlagkräftig bleibt

Aus drei mach eins. Künftig werden die Löschbezirke (Lbz) Wadgassen und Hostenbach am Standort des Lbz Schaffhausen zusammengelegt. Dies machen hohe Kosten und mangelnder Feuerwehrnachwuchs an den einzelnen Standorten notwendig.

Wirbel um den Feuerwehrstandort Schaffhausen gab es noch einmal im Vorfeld der Kommunalwahl 2014. Die Löschbezirke Wadgassen und Hostenbach sollen in der Sengsterstraße mit dem Lbz Schaffhausen zusammengelegt werden. Wadgassens CDU-Ortsvorsitzender Thomas Seilner sprach von einem "Hinterhofstandort" und davon, dass die Sache noch umkehrbar sei.

Dies verneinten der damalige Bürgermeister Harald Braun und Bauamtsleiter Anton Schneider.

Denn es sei längst beschlossen und im Laufen, da könne nichts mehr rückgängig gemacht werden.

Hintergrund sind die Zahlen bei der aktiven Wehr und vielfacher Nachwuchsmangel. Um die Feuerwehr in Wadgassen weiterhin schlagkräftig zu halten, war entschieden worden, die vorhandenen Kräfte an einem Ort zu bündeln.

Ursprünglich stand als gemeinsamer Standort die Bisttalstraße zur Disposition. Allerdings hätten dort enge Straßen das Ausrücken behindert. Eine weitere Alternative war die Waldfläche nahe dem Sportzentrum an der Provinzialstraße. Da wiederum ist die Bautiefe begrenzt. Als Folge davon wäre nur eine lang gestreckte Feuerwache möglich gewesen. Städtebaulich unpassend und mit etwa 3,4 Millionen Euro viel zu teuer, lautete das Fazit.

Schließlich fiel Mitte April 2013 die mehrheitliche Entscheidung für den Standort des Lbz Schaffhausen in der Sengsterstraße. Denn die drei Löschbezirke so fortzuführen wie bisher, käme nach Berechnungen der Verwaltung recht teuer. Man müsse in Hostenbach und Wadgassen für etwa 900 000 Euro sanieren, hieß es. Und das bei rückläufigen Nachwuchszahlen.

Nach der Zusammenlegung wird wohl der Feuerwehrstandort Wadgassen abgerissen. In Hostenbach kommt es zum Ausbau der Räume für das DRK. Dafür sind im aktuellen Haushalt 50 000 Euro vorgesehen. Für den Aus- um Umbau am Standort Schaffhausen enthält der jetzige Haushalt 500 000 Euro, 2015 sind noch einmal 1,2 Millionen eingeplant. An Zuschüssen könnten bis zu einer Million Euro möglich sein, sodass die Gemeinde vielleicht nur 700 000 Euro selbst finanzieren müsste.

"Nachbarn eingebunden"

Die Grundstücksangelegenheiten seien geregelt, sagte Bauamtsleiter Schneider kürzlich auf Anfrage. Die Parksituation am Standort werde zusätzlich verbessert, die Nachbarn habe man bei der Planung eingebunden. Alles sei im Laufen, denn "wir wollen dieses Jahr noch anfangen".