CDU sucht LÖsung nach Verkauf der Pfarrheims in Wadgassen Schaffhausen

Kirchliche Immobilien : Was wird aus dem Pfarrheim Schaffhausen?

Es wurde vor etwa 40 Jahren gebaut, es wirkt immer noch modern: Doch der katholischen Pfarrei fehlt das Geld zur Sanierung des Pfarrheims Schaffhausen. Ein Verkauf stelle den Wadgasser Ortsteil vor „riesige Probleme“, warnt die CDU.

Auch in Schaffhausen steht der Verkauf eines katholischen Pfarrheims bevor. Die örtliche CDU warnte davor, dass dem Wadgasser Ortsteil der einzige größere Treffpunkt verloren gehe. Das treffe vor allem die Vereine am Ort wie den Orchesterverein oder den Harmonika-Verein. Einige Vereine haben mittlerweile schon Zwischenlösungen gefunden, der Harmonikaverein etwa im Pfarrheim Werbeln. Die CDU unterstütze jede Lösung, mit der das Pfarrheim erhalten werden könne, sagte der Vorsitzende der CDU Schaffhausen, Dr. Jürgen Barth. Ein Verkauf werde ein „riesiges Problem“ für den Wadgasser Ortsteil mit 3800 Einwohnern.

Falls eine Sanierung nicht infrage komme, könne eine Option sein, dass die Zivilgemeinde Wadgassen die Immobilie kaufe, findet die CDU. Auf jeden Fall brauche es eine Ersatzlösung für die Funktion des Gebäudes als einer Art Dorfgemeinschaftshaus. Möglicherweise könne ein Käufer die Immobilie auch so nutzen, dass ein Teil des Platzes als Treffpunkt erhalten bleibe. Städtebaulich sei ohnehin klar, dass so ein Treffpunkt fehlt. Ein Ersatz-Neubau sei also auch denkbar.

Man habe mehrfach mit Pfarrgemeinde- und -verwaltungsrat gesprochen, „viel überlegt, das Gebäude zu halten“, berichten Barths Vorstandskollegen Erik Leiner und Hans-Josef Simon. Einst habe es sich wirtschaftlich getragen, es sei zum Beispiel für Geburtstage und andere Familienfeiern genutzt worden, heute aber kaum noch.

Für den Kauf des Pfarrheims gebe es „einige Interessenten“, sagte Pfarrer Peter Leick auf Anfrage. Derzeit erfrage die Pfarrei, was die Interessenten mit der Immobilie vorhätten. „Für die Kirchengemeinde ist es wichtig, dass der Gebäudekomplex nicht zu einem Spekulationsobjekt wird.“ Verkompliziert wird der Verkauf dadurch, dass das Pfarrheim baulich mit dem ehemaligen Kindergarten verbunden ist. Ein getrennter Verkauf sei nicht sinnvoll, sagte Peter Leick.

Auch die Gemeinde Wadgassen solle in den Entscheidungsprozess eingebunden werden, man stehe in Verbindung mit Bürgermeister Sebastian Greiber. Mitsprache habe auch das Bistum. Für die Kirchengemeinde sei es nicht leicht, sich von der Immobilie auf insgesamt 3300 Quadratmetern zu trennen, unterstrich Leick. Aber die Kosten für Investitionen und Unterhaltung „übersteigen bei weitem das Budget der Kirchengemeinde“.

Das Gebäude wurde vor rund 40 Jahren errichtet. Aus den Gesprächen wisse man, dass ein erheblicher Sanierungsstau bestehe, sagte Simon. Beispiele: Toiletten und die Heizungsanlage.

Derzeit wird das Gebäude nur für kircheninterne Veranstaltungen genutzt, an diesem Mittwoch zum Beispiel für die Mitgliederversammlung des örtlichen Elisabethenvereins.

Dass das Pfarrfest der Schutzengel-Gemeinde Schaffhausen in diesem Jahr ausfallen müsse, habe hingegen nichts mit dem Pfarrheim zu tun, sagte Pfarrer Peter Leick. Um das Fest zu gestalten, fehlten derzeit einfach die ehrenamtlichen Helfer, habe der Pfarrgemeinderat festgestellt.

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