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Bürgermeister Wahlen: Sebastian Greiber tritt in Wadgassen erneut an

Sebastian Greiber will sein Amt verteidigen : „Die Gemeinden bleiben im Wettbewerb“

Amtsinhaber Sebastian Greiber geht für die SPD ins Rennen

„Bei aller kommunalen Zusammenarbeit bleibt es doch so, dass die Gemeinden angesichts des demografischen Wandels im Wettbewerb untereinander bleiben.“ Sagt Sebastian Greiber, der vor fünf Jahren mit einem starken Ergebnis die Bürgermeisterwahl in Wadgassen gewonnen hat, und der sich jetzt erneut der Wahl stellt. Damals hatte er sich als freier Kandidat mit ruhender FDP-Mitgliedschaft durchgesetzt. Jetzt hat ihn die SPD zu ihrem Kandidaten gemacht.

Greiber geht es darum, Wadgassen weiter als Wohngemeinde zu positionieren, „als attraktive Gemeinde“. Weiterer Zuzug ist seine Perspektive, dafür habe Wadgassen alle Voraussetzungen. Jetzt gelte es, sie weiterzuentwickeln.

Diese Perspektive hatte in Greibers Amtszeit immer wieder mit Immobilien zu tun. Da war der große Ringtausch der Gebäude öffentlicher Einrichtungen und Behörden, der Bau von Kindergärten und der Grundschule, der Bau einer mehrere Ortsteile übergreifenden Feuerwache. Bis Herbst soll ein früherer Einkaufsmarkt in Werbeln fertig sein, den die Gemeinde gekauft hat und zu einem Dorfzentrum mit Fahrradwerkstatt umbaut. Und da ist weiter zu entwickeln in Wadgassen selbst das Naturbad, der historische Abteihof und das Outlet-Center in der Cristallerie als ein großes Ensemble.

So soll es weitergehen, sagt Greiber. Er sieht ein „großes tagestouristisches Potenzial“ im Ensemble Tierpark, Hallenbad und Sauna, sozusagen das Differter Gegenstück zu dem Wadgasser Ensemble.

Zentral in Greibers Vorstellung ist die Sanierung des Ortskerns von Wadgassen. Der Abriss und die Neubebauung des Hubertushofes stehen bevor. Ebenso der Bau zweier neuer Kitas und die Verwandlung eines früheren Ärztehauses in ein Gebäude des Rathauses. Ansiedlungen von Geschäften stehen auf dem Plan. Den bestimmt wesentlich das ISEK, das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, für Wadgassen. „Es trägt durchaus meine Handschrift“, sagt Greiber.

Wadgassen habe eine Menge bewegt, findet Greiber: in fünf Jahren rund 18 Millionen Euro Volumen Investitionen, Millionen davon aus Förderprogrammen, insgesamt mehr als das Doppelte der fünf Jahre vor seiner Amtszeit. Und „eigentlich alle Projekte ohne Überschreitung der Budgets. Verdienst der Leute im Rathaus.“
Das Amt verändere, sagt Greiber. „Vor fünf Jahren war ich der Junge, dann der Neuling, und jetzt der Etablierte.“ Die Kunst dabei? „Ich identifiziere mich mit Wadgassen wie damals mit meinem Geschäft, als ich selbstständig war. Eine Art ständige Alarmbereitschaft. Und trotzdem bin ich der Papa und sonst nichts, wenn ich morgens die Kinder in die Kita bringe, und will dann nichts anderes sein.“