Bürgermeister Greiber zu Streit um Wäldchen in Hostenbach

Bleibt das Wäldchen? : Greiber: Baulücke schließen, Wald bleibt

Was gilt denn nun? Ist über den Erhalt eines Wäldchens in Wadgassen nun entschieden oder nicht? Sc hon seit 40 Jahren, sagt jetzt Bürgermeister Greiber.

Für unsinnig hält Bürgermeister Sebastian Greiber Sorgen um den Erhalt eines Wäldchens an der Ortsgrenze zwischen Wadgassen und Hostenbach (wir berichteten). Es habe „nie ein Szenario gegeben, das Wäldchen großflächig abzuholzen“, sagte Greiber am Freitag auf Anfrage. Das wäre weder mit der Landesplanung noch mit anderen raumordnerischen Festlegungen oder Ratsbeschlüssen vereinbar. Die Aussage, wonach in der Frage „nichts entschieden“ sei, beziehe sich allein auf den Streifen an der Provinzialstraße zwischen dem Sportclub Elan und der Straße Am Waldwinkel, Tiefe 40 Meter. Vorgesehen sei die Fläche als Mischgebiet, ausgewiesen im Flächennutzungsplan von 1989, der der Gemeinderat damals beschlossen habe, sagte Greiber. In dem Beschluss sei auch enthalten, das Wäldchen hinter diesem Streifen zu erhalten.

Was den Streifen entlang der Straße betreffe „ ist das eine voll erschlossene Baulücke.“ Für welche Gebäude, das sei eben noch offen. Komplett vom Tisch seien Erwägungen, dass dort ein Supermarkt errichtet werden könnte. Spätestens mit dem soeben beschlossenen Bebauungsplan für ein Versorgungszentrum in der Ortsmitte Wadgassen sei das schon städtebaulich nicht mehr möglich.

Aus dem 1989 beschlossenen Flächennutzungsplan: Grün das Wäldchen, davor der erschlossene Geländestreifen. Foto: Gemeinde Wadgassen

Anwohner hatten zwei Fachleute des Naturschutzbundes Nabu untersuchen lassen, ob in dem Wäldchen Fledermäuse beheimatet seien. Sie fanden mehrere Arten der Tiere.

(we)
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