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Mundart
Und welches Wort willst du retten?

Vier Köpfe für die Mundart: Alfred Gulden, Roland Mönig, Sebastian Greiber und Roger Münch (von links) beim Auftakt von „Mundart made in Saarland“ im Deutschen Zeitungsmuseum in Wadgassen.
Vier Köpfe für die Mundart: Alfred Gulden, Roland Mönig, Sebastian Greiber und Roger Münch (von links) beim Auftakt von „Mundart made in Saarland“ im Deutschen Zeitungsmuseum in Wadgassen. FOTO: Ruppenthal
Wadgassen. Mit einer sehenswerten Ausstellung im Deutschen Zeitungsmuseum ist die Veranstaltungsreihe „Mundart – made in Saarland“ feierlich eröffnet worden. Von Rolf Ruppenthal

Mundart – made in Saarland: Texte, Bilder, Live-Auftritte – all dies bietet eine ganze Veranstaltungsserie der Gemeinde Wadgassen und des Deutschen Zeitungmuseums, die jetzt mit einer umfassenden Ausstellung gestartet wurde. Eine kleine Kostprobe davon gab Bürgermeister Sebastian Greiber bei der Eröffnung. Er begrüßte die Besucher in echter Mundart, und die Nichtsaarländer hatten alle Mühe, seine Informationen zur und rund um die Aufstellung auch zu verstehen.


Roland Mönig, der kunst- und kulturwissenschaftliche Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, hatte das Zeitungsmuseum zuvor auch als Medien- und Technik-Museum vorgestellt, also auch als Haus für die Sprache. „ Und damit ist es bestens für eine Ausstellung über das Saarländische im Deutschen geeignet,“ erklärte er in seinem Grußwort

. Mundart lebt vom gesprochenen Wort. Roger Münch, der Direktor des Deutschen Zeitungsmuseum, sagte es und verwies dabei auf die zahlreichen Vortragsveranstaltungen im Rahmen dieser bis zum 21. Oktober dauernden Ausstellung.



Den Anfang macht übrigens schon am Mittwoch, 8. August, Alfred Gulden. „Über Mutters Sprache“ spricht der bekannte und erfolgreiche Autor vieler Texte und Filme über seine Mundart, singt und liest zudem in ihr.

Danach kommen zudem Tonton-Preisträgerin Karin Peter, 17. August, Peter Eckert zum Thema „Herbst“, 14. September, Patrik Feltes, „Geschwätzt Iwwa Grenzen hinweg“, eine Buchvorstellung mit muskalischer Begleitung von Nassir Jeremie Yassin, 28 September, und Stanislaus Klemm mit einem Mundart- und Buchvortrag am 12. Oktober immer freitags immer um 19 Uhr ins Deutsche Zeitungsmuseum. Am 24. August heißt es dann „Jooa en Jooa aus“ – „Jahrein Jahraus“ , wenn Roger Münch sich in einer Ausstellung, Lesung und im Gespräch mit „10 Jahre Kalender in Saarländischer Mundart“ von Alfred Gulden auseinandersetzt.

Drei Mal gibt es zudem Zeichen-Workshops zu Mundart-Themen mit Catrin Raber, nämlich am 17. August, 14. September und 12. Oktober jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr.

Finalen Höhepunkt bildet am 19. Oktober die Abschlussveranstaltung mit allen Interpreten, wobei Susanne Wachs von SR3 durchs Programm führt.

Zurück zur Ausstellung: Sie beginnt im Zeitungsmuseum unten mit Mundart in der Musik, in den Printmedien, in Lyrik, Comic und Büchern, wobei in der eigens eingerichteten Leseecke durchaus auch in den Exponaten gestöbert werden darf. Aber bitte wieder hinstellen, damit auch die nächsten Besucher ihren Spaß und ihre Freude haben.

Auch die Treppe nach oben wurde als Ausstellungsbereich mitgenutzt: Hier findet man die Texttafeln zur Aktion „Rettet user Muttersproch“. Wer will, kann auch hier mitmachen: Im Erdgeschoß steht ein Tableau, auf das jeder das Wort eintragen kann, das er retten will.

Oben im Zeitungsmuseum geht es dann weiter mit Mundart in den Nachrichten, in den Medien, in Zeitung, Rundfunk, Fernsehen und Internet. Roger Münch ist sich sicher, daß diese Ausstellung viele Menschen anlocken und auch erreichen wird.

Die imaginäre Sprachgrenze zwischen mosel- und rheinfränkisch, die so genannten Das-Dat-Linie, verläuft übrigens fast metergenau vor dem Gebäude des Deutschen Zeitungsmuseum auf der Saarstraße und zieht sich von Wadgassen im Südwesten bis St. Wendel im Nordosten quer durchs Saarland.

bestens für eine Ausstellung über das Saarländische im Deutschen geeignet,“ erklärte er in seinem Grußwort

. Mundart lebt vom gesprochen Wort: Bürgermeister Greiber tats, Dr. Roger Münch, der Direktor des Deutschen Zeitungsmuseum, sagte es und verwies dabei auf die zahlreichen Vortragsveranstaltungen im Rahmen dieser bis zum 21. Oktober dauernden Ausstellung.