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Anwohner in Wadgassen ärgern sich über Wildschweine im Garten

Wildschweine : Wildschweine wüten in Wadgassen

Die Anlieger der Wadgasser Straße sind sauer. Derzeit wüten des Nachts in Wadgassen wieder die Wildschweine in ihren Gärten, und das schlimmer denn je. Das kommt nicht von ungefähr, denn sie haben Junge.

Und der Hunger beziehungsweise der Bedarf an Eiweiß ist groß. Norbert Hackert ist wütend: In der Nacht zum Dienstag und am frühen Morgen gruben die Schwarzkittel seinen Rasen hinter dem Haus gründlichst um, nachdem sie bereits am Wochenende im Garten gewütet hatten.

Ähnlich erging es seinem Nachbarn Wolfgang Schreiner. Kaum waren diese Schäden beseitigt, kamen die Wildschweine erneut. Und das, obwohl die Umzäunung des Gartenbereichs nochmals verstärkt wurde. Das hatte Folgen: Irgendwie kamen die Wildschweine dennoch in die Gärten, aber dann zunächst nicht mehr raus. Entsprechend aggressiv und panisch reagierten die Schwarzkittel. Norbert Hackert und Wolfgang Schreiner trauten sich gar nicht mehr nach draußen. Irgendwie schaffte es die Wildschweinrotte – vier große Bachen zwölf Frischlinge – dann doch wieder ins Freie. Erschöpft flüchteten sich die Tiere ins nahe Unterholz.

 Was aber tun, fragen sich Norbert Hackert, Wolfgang Schreiner und die anderen Anlieger in der Wadgasser Straße. Gejagt werden dürfen die Wildschweine derzeit nicht, denn sie führen Frischlinge. Zum anderen handelt es sich um einen bebauten Wohnbereich, wo normalerweise auch nicht gejagt werden darf. Auch die unmittelbar angrenzende Autobahn 620 stellt für die Vierbeiner kein Hindernis dar, und selbst die nahe Saar kann Schwarzkittel normalerweise nicht aufhalten. Und dazwischen bietet reichlich Dickicht besten Schutz. Wie also die Wildschweine vergrämen? Wolfgang Schreiner und Norbert Hackert fürchten schon jetzt die nächsten nächtlichen Besuche.