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Ordnungspolitik
Nur noch einer stellt Container auf

Wadgassen. Wer Container aufstellt, Textilien einsammelt und damit ordentlich Geld verdient, der sollte auch für den öffentlichen Standplatz zahlen. Findet die Gemeinde Wadgassen und macht ab 1. Juli Schluss mit der Container-Vielfalt.

Ab 1. Juli darf in Wadgassen nur noch ein privater Unternehmer Container für Altkleider aufstellen. Das hat Bürgermeister Sebastian Greiber auf Anfrage bestätigt. Die Gemeinde wolle damit einen Missstand abstellen. Denn bislang konnte jede Firma und jede Organisation solche Container aufstellen. Die Textilien werden verkauft und verwertet. Falls das Logo einer gemeinnützigen Organisation auf dem Container steht, bekommt die einen Teil des Erlöses. Denn die Sammlung selbst organisieren meist private Subunternehmer. Es entstanden laut Greiber laufend Kosten für die Reinigung der Stellplätze. Das habe eine Senkung der Müllgebühren in Wadgassen ebenso gebremst wie die Tatsache, dass keiner der Sammler Gebühren an die Gemeinde gezahlt habe. Greiber sagte, für das konzessionsfreie Aufstellen dieser Container gebe es außer der Gewohnheit keine Grundlage. Also müssten die Textilsammler ebenso Gebühren zahlen wie die Sammler von Glas oder Altpapier. Die Gemeinde schrieb die Stellplätze aus. Den Zuschlag bekam, wer den höchsten Betrag für eine Konzession bot. Diese Firma wird nun ihre Container aufstellen. Die Entscheidung fiel in nicht öffentlicher Sitzung. Dem Vernehmen nach soll es sich um 30 000 Euro pro Jahr handeln.


Wadgassen fährt eine eigene Linie in Sachen Entsorgung, aus dem Entsorgungsverband EVS ist die Gemeinde bereits ausgetreten. Als nächstes soll die Blaue Tonne wieder in die Regie der Gemeinde kommen.

(we)