Wadgassen baut Angebot an Ganztagsbetreuung erheblich aus

Wadgassen baut Angebot an Ganztagsbetreuung erheblich aus

Wadgassen. Die Gemeinde Wadgassen baut ihr Angebot an Plätzen in Freiwilligen Ganztagsschulen zügig aus. Dabei handelt es sich um schulische Betreuung an den Grundschulen der Gemeinde. Jüngst beschloss der Gemeinderat einstimmig, an den Grundschule Hostenbach-Schaffhausen die dritte Freiwillige Ganztagsschule Wadgassens einzurichten

Wadgassen. Die Gemeinde Wadgassen baut ihr Angebot an Plätzen in Freiwilligen Ganztagsschulen zügig aus. Dabei handelt es sich um schulische Betreuung an den Grundschulen der Gemeinde. Jüngst beschloss der Gemeinderat einstimmig, an den Grundschule Hostenbach-Schaffhausen die dritte Freiwillige Ganztagsschule Wadgassens einzurichten. Zunächst entstehen in Hostenbach 20 Plätze, also eine Gruppe. Geplant wird aber schon mit den Voraussetzungen für eine zweite Gruppe.Neu ist auch der Ausbau des Betreuungsangebotes an der Grundschule in Wadgassen selbst von jetzt zwei auf drei Gruppen. Diese Gruppe soll im Obergeschoss der Abteischule Platz finden. Beide Angebote sollen zum Schuljahr 2009/2010 stehen. Als Hintergrund gibt die Gemeindeverwaltung eine enorme Nachfrage an. Bislang werden 80 Plätze an den Grundschulen Wadgassen und Werbeln vorgehalten. Der Gemeinde liegt eine Warteliste von 29 weiteren Kindern vor: 14 in Wadgassen, 15 für Hostenbach-Schaffhausen. Die Tendenz sei weiter steigend. Die Ausweitung des Angebotes an Ganztags-Plätzen der örtlichen Grundschulen soll auch mit Geld aus dem Konjunkturprogramm Saar bezahlt werden: Kosten 430 000 Euro. Aus demselben Programm finanziert Wadgassen Sanierungsmaßnahmen an allen seinen Schulen. So bekommt die Schule in Differten für 377 000 Euro neue Fenster, ein saniertes Dach und einen erneuerten Außenputz. Für alle Schulmaßnahmen zusammen hat die Gemeinde in einem Nachtrag zum Doppelhaushalt 2008/2009 1,5 Millionen Euro veranschlagt. weMeinung

Kommunale Gestaltungslust

Von SZ-RedakteurJohannes Werres Grundschulen fallen in die Zuständigkeit der Kommunen, und die regeln ihre Schul-Angelegenheiten meist unauffällig. In der Hauptsache ist die in die Jahre kommende Bausubstanz zu sanieren, und das ist nicht spektakulär. Wenige Gemeinden, besser: weniger Bürgermeister, machen ihre eigene Schulpolitik. Wadgassen und Harald Braun fallen da durch erhöhte Gestaltungslust auf. Wadgassen gab bei den Schulschließungen 2006 keine seiner Schulen ab. Eine Ausnahme. Kürzlich scherte Braun aus dem landesweiten Schul-Konzert aus, lehnte das geplante Verleihen von Schulbüchern ab und entwickelte ein eigenes Modell. Wadgasser Grundschüler zahlen nichts und behalten die Bücher trotzdem. Und nun baut die Gemeinde die schulische Ganztagsbetreuung erheblich aus, auch das von Braun vorangetrieben. Er macht kommunale Gestaltungslust in Schulfragen über Baufragen hinaus öffentlich zum Thema. Das wünscht man sich auch von anderen.