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Verbraucherzentrale informiert: Heizung im Sommerbetrieb

Verbraucherzentrale informiert : Was bei der Heizung im Sommerbetrieb zu beachten ist

Die Verbraucherzentrale gibt Tipps und berät.

Auch mit kalten Heizkörpern in allen Räumen kann eine Heizungsanlage unnötig Energie verbrauchen. Wie die Verbraucherzentrale informiert, passiert das, wenn die mit Strom betriebene Umwälzpumpe einfach weiterläuft, obwohl ihre Arbeit nicht benötigt wird. Wer seine Heizung selbst steuern kann, sollte deshalb den Sommerbetrieb einschalten.

Heizungspumpen arbeiten im Jahr etwa 6000 Stunden, hauptsächlich im Winter. Sie sind stille, aber kräftige Energieverbraucher. Ältere Pumpen mit einer Leistung von 80 bis 100 Watt oder mehr verursachen rund 10 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs im Haushalt. Manchmal kann ein hydraulischer Abgleich den Energieverbrauch der alten Pumpe drastisch senken.

Meistens ist der Austausch gegen eine moderne Hocheffizienzpumpen aber die wirtschaftlichste Lösung: Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen 90 Prozent weniger Strom, teilt die Verbraucherzentrale mit. Ihnen genügen inzwischen 15 Watt oder weniger. Denn moderne, geregelte Pumpen passen ihre Drehzahl an den tatsächlichen Bedarf an, während alte Pumpen stets mit der gleichen Leistung laufen.

Die Investitionskosten von 100 bis 300 Euro für eine neue Umwälzpumpe und etwa 120 Euro für den Einbau zahlen sich demnach in kürzester Zeit aus. Außerdem wird der Austausch von alten Heizungspumpen zu Hocheffizienzpumpen durch das BAFA mit 30 Prozent der Investitionskosten gefördert.

Sofern noch nicht erledigt, kann die heizungsfreie Zeit auch zum Dämmen der Heizungs- und Warmwasser-Rohre genutzt werden. Das Dämmen der Heizungsrohre und Heizungsarmaturen ist nicht nur Pflicht nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) sondern spart pro Meter Rohr bis zu 14 Euro im Jahr.

Für die Rohr-Dämmung muss nicht unbedingt ein Fachbetrieb beauftragt werden, so die Verbraucherzentrale, alle Materialien erhalte man günstig im Baumarkt, beispielsweise Dämmschalen aus Kunststoff, Kunststoffkleber und Isolierband. Es fallen Materialkosten von etwa 3 bis 10 Euro pro laufenden Meter an. Mit etwas Übung können Heimwerker die Rohre so selbst dämmen. Interessenten finden ein Erklär-Video auf der Internetseite der Verbraucherzentrale unter dem Stichwort „Rohrdämmung“. Bei Fragen zur Heizungsoptimierung und zu Fördermitteln für Energiesparmaßnahmen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Termine zur persönlichen Beratung können unter Tel. (08 00) 8 09 80 24 00 (kostenfrei) oder direkt bei einem der 18 Beratungsstützpunkte im Saarland vereinbart werden.

Anmeldung für eine persönliche Beratung in Dillingen, Verbraucherberatungsstelle, Merziger Straße 46, Tel. (06 81) 5 00 89 15, Bous, Rathaus, Tel. (0 68 34) 8 32 46, Ensdorf, Rathaus, Tel. (0 68 31) 50 41 57, Saarlouis, Kaiser-Wilhelm-Straße 6, Kreisständehaus, 1. Etage, Tel. (0 68 31) 44 30, Überherrn, Rathaus, Tel. (0 68 36) 909 und Wallerfangen, Felsbergstraße 2, Haus der Generationen, Tel. (0 68 31) 68 09 81.