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Überzeugend: Dillinger Chor mit Nina Larina

Überzeugend: Dillinger Chor mit Nina Larina

Dillingen. Die Chorarbeit mit der jungen russischen Sängerin und Chorleiterin mit ihrer erfrischenden positiven Ausstrahlung mache Spaß, hört man allenthalben im Chor

Dillingen. Die Chorarbeit mit der jungen russischen Sängerin und Chorleiterin mit ihrer erfrischenden positiven Ausstrahlung mache Spaß, hört man allenthalben im Chor. Dieser Spaß am Singen war für die Gäste im evangelischen Gemeindehaus spürbar und hörbar: machten doch die vom Chor in rasantem Tempo und mit viel Humor vorgetragenen Tanz- und Wanderlieder buchstäblich so richtig Lust aufs Wandern und Tanzen. Der arme Kuckuck aus Gellerts unsterblichem "Auf einem Baum ein Kuckuck saß" mochte einem gerade einmal so richtig leid tun. Aber im Folgejahr war er ja wieder da. Weil nämlich, so wussten die Sänger des Männerchores 1860 Dillingen, der Jäger vorbeigeschossen habe. Dass es bei soviel Schwung, Humor und Musikalität brausenden Beifall und Begeisterungsrufe gab, wunderte keinen. Neben modernen Stücken wie dem "Kriminal-Tango" haben die Dillinger Sänger auch Altbewährt-Erprobtes aus dem Repertoire geholt und einige der größten Klassiker der Literatur für Männerchöre entstaubt und mit neuem Glanz versehen. Eröffnet hatten sie ihr Konzert nämlich mit Werken von Pracht, Palestrina, Bach, Schubert und Schumann. Auch mit ihrem Konzertpartner, des Saarwellinger Brassensembles "only5" haben die Dillinger Sänger einen Glücksgriff getan, denn das Bläserquintett hat mit Werken von Bach bis Glenn Miller restlos begeistert. Ein glanzvolles Highlight setzten Männerchor und Bläserquintett zum Abschluss gemeinsam mit Mohlers "Viva la musica", dem Stück, das dem Abend seinen Namen gegeben hatte. Nina Larina hat dabei für "only 5" ein völlig neues Arrangement geschrieben. Wer das Konzert verpasst oder am Sonntag nicht genug bekommen hat, kann den Männerchor 1860 bald wieder hören. Am 11. Juli feiern die Sänger ihr Sommerfest mit einem Open-Air in der Konzertmuschel im Stadtpark.