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Wasser sprudelt durch neue Rohre

Wasser sprudelt durch neue Rohre

Vor rund einem Jahr saß die Großgemeinde Überherrn auf dem Trockenen. Ursache dafür war ein Rohrbruch. Am stärksten betroffen war Wohnstadt, Druckschwankungen verursachten dort weitere 20 Rohrbrüche.

Der Mörikeweg in Wohnstadt ist neu gepflastert, die eingefallene Gartenmauer daneben wieder errichtet. Nichts deutet mehr auf den Rohrbruch hin, der den Gehweg auf 20 Metern Länge zum Einsturz brachte.

Vor etwas über einem Jahr, nämlich am 8. März 2014, legte ein Rohrbruch in der Hauptwasserleitung zwischen Differten und dem Gewerbegebiet Langenfeld die gesamte Großgemeinde Überherrn trocken. Die Kommunalen Dienste Überherrn (KDÜ), der Bauhof der Gemeinde Überherrn , die Stadtwerke Saarlouis und die Firma Kronenberger und Kiefer arbeiteten damals auf Hochdruck. Und so floss das Wasser schon am selben Nachmittag in allen Ortsteilen - ausgenommen Wohnstadt.

Dort verursachten Druckschwankungen rund 20 weitere Rohrbrüche, die schlimmsten an der Kirche und am Mörikeweg. Vier Tage später war auch Wohnstadt wieder am Netz. Die Arbeiten zur Behebung der Schäden dauerten allerdings noch vier Monate an, wie Überherrns Bürgermeister und Aufsichtsratvorsitzender der KDÜ, Bernd Gillo , jetzt auf SZ-Anfrage mitteilte.

Der Gesamtschaden belief sich auf insgesamt 300 000 Euro. Darin inbegriffen sind auch die Schäden auf Privatgrundstücken, wie beispielsweise in Vorgärten. So wurde unter anderem neuer Rasen gesät, Pflanzen neu gesetzt.

Dafür aufgekommen ist die Versicherung der KDÜ. "Alle Anträge, die von Kunden gemacht wurden, wurden von unserer Versicherung abgewickelt. Wir haben alles behoben und 95 Prozent der Leute sind zufriedengestellt. Ganz geht das nicht", meint Gillo.

Die Wasserpreise sind nach dem Rohrbruch nicht gestiegen, das hat auch hiermit zu tun: "Bei den Arbeiten an den Rohrleitungen haben wir auch gleich Maßnahmen vorgezogen, die sowieso in den nächsten Jahren hätten gemacht werden müssen. Das heißt, Rohre, die wir ohnehin hätten erneuern müssen, haben wir ausgetauscht", erklärt Gillo.

Der Bürgermeister zeigt sich mit dem Ablauf bei der Behebung des Problems hochzufrieden: "Das ist optimal gelaufen. Die Organisation und das Zusammenspiel aller Kräfte waren hervorragend."

Um auch in Zukunft für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein, haben sich Mitglieder des THW Saarlouis, der Freiwilligen Feuerwehr Überherrn und der KDÜ neulich getroffen. "Wir haben den Einsatz nachbesprochen und für die Zukunft einen Maßnahmeplan entwickelt", sagt Gillo abschließend.