Was Kunden wünschen

Kreis Saarlouis. Bitte lächeln - aber keine Zähne zeigen: Die Kunden im Kreis Saarlouis wissen genau, was sie wollen, wenn es um das Thema Service geht. Ob in Restaurants, Schwimmbädern, Kneipen oder Einkaufszentren - lästiges und unfreundliches Personal ist für Helmut Benyskiewicz aus Dillingen sogar ein Grund, eine Einrichtung zu meiden

Kreis Saarlouis. Bitte lächeln - aber keine Zähne zeigen: Die Kunden im Kreis Saarlouis wissen genau, was sie wollen, wenn es um das Thema Service geht. Ob in Restaurants, Schwimmbädern, Kneipen oder Einkaufszentren - lästiges und unfreundliches Personal ist für Helmut Benyskiewicz aus Dillingen sogar ein Grund, eine Einrichtung zu meiden. "Wenn sich die Verkäufer - was gerade im Kreis Saarlouis leider oft der Fall ist - lieber mit den Kollegen unterhalten, statt sich um Kunden zu kümmern, gehe ich einfach wieder", sagt Benyskiewicz dazu.Eines ist für Darlene Hinnüber aus Überherrn ganz wichtig: "Lächeln müssen die Verkäufer!" Schlechte Laune dürfe man einem Kellner oder Verkäufer nicht ansehen. "Auch, wenn ein unzufriedener Kunde ehrlich ist und Essen oder Produkt nicht lobt, sondern eine Beschwerde hat, muss das Personal freundlich bleiben."Christina Preuß aus Saarlouis findet: "Das Personal eines Ladens muss den Kunden freundlich begrüßen, wenn dieser hereinkommt. Ich will in einem Geschäft bemerkt werden!" Dass ein Kunde beim Betreten eines Ladens ein "guten Tag" hört und beim Verlassen auch wieder verabschiedet wird, gehöre für sie einfach zum guten Ton. Sie sagt: "Und wenn der Kunde ratlos wirkt, muss sich ein Verkäufer zu ihm bewegen."Thorsten David aus Schwalbach will sich lieber mit einer Frage selbst an einen Verkäufer wenden, statt von ihnen direkt angesprochen zu werden. "Dafür muss jedoch auch Personal anwesend und auch als solches zu erkennen sein", gibt er zu bedenken. Dieses Problem kennt auch Klaus Sehmisch: "Ich habe in einem Laden sogar einmal jemanden angesprochen, der gar kein Verkäufer war, obwohl er noch am ehesten für einen gehalten werden konnte", erzählt er und lacht. Dennoch möchte auch Klaus Sehmisch nicht, dass jemand direkt auf ihn zukommt, um ihn zu beraten. Er meint: "Dann wird man meist nur beschwatzt."Elke Chudzinski aus Picard appelliert an das Fingerspitzengefühl des Personals: Ein Tabu sei sowohl Gleichgültigkeit gegenüber dem Kunden als auch zu aufdringliches Personal. Schwierig, den Mittelweg zu finden. "Da ist Menschenkenntnis sehr wichtig", sagt Elke Chudzinski, "ein Verkäufer muss nachhören, ob der Kunde Hilfe benötigt, und ihn daraufhin entweder beraten oder sich zurückziehen." Selbst im Service tätig ist Susanne Rupp. Das Problem, einen solchen Mittelweg zwischen beidem zu finden, kennt sie. "Man muss einfach auf den Kunden eingehen und seine Wünsche respektieren."

HintergrundFür jedes Unternehmen ist es gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders wichtig, sich mit erstklassigem Service vom Wettbewerber zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund hat die Saarbrücker Zeitung die große Aktion "Saarlands Bester Service" ins Leben gerufen. Infos dazu gibt es - natürlich kostenlos und unverbindlich - bei Ihrer Saarbrücker Zeitung unter Telefon (06 81) 5 02 55 30 oder per E-Mail an die Adresse besterservice@sz-sb.de. Weitere Infos zur Aktion im Internet unter www.saarbruecker-zeitung.de/besterservice. red