Warnstreik bei den Busbetrieben

Kreis Saarlouis. Weil auf den Warnstreik der Verkehrsbetriebe Neunkirchen am Montag, keine Reaktion der Arbeitgeberseite erfolgte, setzt die Gewerkschaft Verdi den Arbeitskampf gegen den Kommunalen Arbeitgeberverband Saar fort. Wie der Verdi-Landesbezirksleiter Alfred Staudt mitteilt, bleiben morgen die Busse der Verkehrsbetriebe in Völklingen und Saarlouis in den Hallen

Kreis Saarlouis. Weil auf den Warnstreik der Verkehrsbetriebe Neunkirchen am Montag, keine Reaktion der Arbeitgeberseite erfolgte, setzt die Gewerkschaft Verdi den Arbeitskampf gegen den Kommunalen Arbeitgeberverband Saar fort. Wie der Verdi-Landesbezirksleiter Alfred Staudt mitteilt, bleiben morgen die Busse der Verkehrsbetriebe in Völklingen und Saarlouis in den Hallen.Der Streik in Völklingen beginnt um 3.56 Uhr und endet gegen 24 Uhr. Betroffen ist der komplette Berufs- und Schülerverkehr. Im Kreis Saarlouis gilt dies für Hostenbach, Schaffhausen, Wadgassen und Bous. Die zirka 45 Busfahrer befördern an diesem Tag somit über 15 000 Fahrgäste nicht. Gegen 8.30 Uhr ist eine Kundgebung vor den Werkstoren der Völklinger Verkehrsbetriebe geplant.

In Saarlouis beginnt der Streik um 4.03 Uhr und endet am Donnerstag um 0.30 Uhr. Die zirka 65 Busse bleiben im Depot in der Saarlouiser Oberförstereistraße. Betroffen ist ebenfalls der komplette Verkehr. Im Einzelnen sind dies die Linien 401 bis 447 sowie die 900er Schullinien. Damit sind die Verkehrsräume über Saarlouis hinaus in Roden, Steinrausch, Dillingen, Pachtener Heide, Saarwellingen, Reisbach, Überherrn, Berus, Bous, Kerlingen, Düppenweiler bis nach Frankreich in Leidingen und Creutzwald betroffen. Die zirka 90 Busfahrer befördern über 30 000 Fahrgäste nicht.

Gegen 9.30 Uhr startet eine Demonstration von etwa 200 Nahverkehrsbeschäftigten mit einer Kundgebung vor den Werkstoren der Kreis-Verkehrsbetriebe Saarlouis durch die Saarlouiser Innenstadt. Um zehn Uhr ist eine Kundgebung vor dem Landratsamt Saarlouis vorgesehen. Gegen 10.30 Uhr findet die Abschlusskundgebung an dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Saarlouis statt. pum

Hintergrund

Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) hat am 10. Februar dreimal zwei Prozent Lohnerhöhung bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten. Verdi lehnt dies ab, weil dreimal zwei Prozent Reallohnverzicht bedeuteten. Die Gewerkschaft fordert für die 1000 Beschäftigten im saarländischen Nahverkehr im Kern eine Entgelterhöhung von sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten ab 1. Februar.

Verdi hatte den saarländischen Nahverkehrstarifvertrag TV-N Saar zum 31. Januar 2012 gekündigt. Unter den TV-N Saar fallen die Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in Neunkirchen, Saarbrücken, Saarlouis und Völklingen. Die Verhandlungen werden am Freitag in Saarlouis fortgesetzt. pum